Diebstahl-Welle: Geldautomat in 100 Sekunden entwendet
Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 23:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Täter konzentrieren sich auf hochwertige Technik, Baumaschinen und Buntmetalle. Die Schäden gehen in die Hunderttausende, besonders betroffen sind Baugewerbe und Infrastrukturlogistik.
Blitzaktion in Berlin-Neukölln
Ein Vorfall in Berlin-Neukölln zeigt das koordinierte Vorgehen. Sechs Maskierte verschafften sich in den frühen Morgenstunden des 13. Juli gewaltsam Zutritt zu einem Spätkauf in der Herrfurthstraße. Mit einem Hydraulikspreizer entwendeten sie innerhalb von 100 Sekunden einen 300 Kilogramm schweren Geldautomaten. Die Täter flüchteten mit drei Fahrzeugen. Ob die Beute hoch ausfällt, ist unklar – das Gerät wurde zuletzt vor rund einem Monat befüllt.
In Thüringen gerieten Baustellen und Firmengelände ins Visier. Auf einer Baustelle unter einer Autobahnbrücke in Behringen demontierten Unbekannte zwischen dem 10. und 13. Juli mehrere Seiten- und Rückfahrkameras von Baufahrzeugen. Die Polizei Ilmenau beziffert den Schaden auf einen unteren fünfstelligen Betrag. In Gotha wurden zeitgleich ein Kompressor und eine Rüttelplatte im Wert von rund 15.000 Euro gestohlen.
Spezialkabel im Visier der Diebe
Die jüngste Diebstahl-Welle zeigt: Baugewerbe und Infrastruktur sind im Visier organisierter Banden. Wer seine Baustellen und Geräte schützen will, braucht jetzt konkrete Maßnahmen – von GPS-Tracking bis Alarmanlagen. Dieser Report liefert die Checkliste. Sicherheits-Report jetzt anfordern
Besonders hohe Schäden verursachen Diebstähle von Spezialkabeln. In Penig (Sachsen) entwendeten Unbekannte rund 250 Meter Seekabel von einem Firmengelände. Das für Starkstrom und Telekommunikation ausgelegte Material hat einen Wert von etwa 50.000 Euro. Bereits Anfang Juni kam es in derselben Region zu einem Diebstahl von 300 Metern Kupferkabel.
Auch in Hessen und Thüringen meldeten Behörden ähnliche Vorfälle. In Diemelstadt-Rhoden stahlen Täter in der Nacht zum 11. Juli Kupferkabelrollen im Wert von rund 20.000 Euro aus einem Lagercontainer. In Fambach gelang der Polizei am Morgen des 13. Juli die Festnahme eines mutmaßlichen Diebes. Vier weitere Beteiligte sind auf der Flucht. Der Wert des Diebesguts liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Feuerwehren und Vereine betroffen
Bereits 250 Meter Seekabel und Kameras von Baufahrzeugen wurden in den letzten Tagen gestohlen – Schäden im fünfstelligen Bereich. Mit einem Schritt-für-Schritt-Alarmanlagen-Plan und GPS-Tracking für Ihre Geräte können Sie solche Verluste vermeiden. Schutz-Plan für Baustellen sichern
Neben Unternehmen sind auch gemeinnützige Organisationen von der Kriminalitätswelle betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern kam es zu Einbrüchen in Feuerwehr-Gerätehäuser. In Dummerstorf entwendeten Täter Anfang Juli zwei hydraulische Rettungsgeräte. In Rostock-Gehlsdorf wurden in der Nacht zum 12. Juli technische Geräte aus einem Löschfahrzeug gestohlen. Der Gesamtschaden bei beiden Vorfällen liegt bei rund 65.000 Euro.
Die Berliner Polizei bittet zudem um Mithilfe bei der Suche nach einem historischen Seglerpokal. Der Kaiser-Wilhelm-Preis, eine rund 20 Kilogramm schwere Silberplastik, wurde Mitte Juni aus dem Vereinshaus des Seglervereins Wannsee entwendet. Der reine Materialwert des Silbers wird auf 40.000 Euro geschätzt. Die Ermittler führen zudem weitere Sachfahndungen nach gestohlenen Kunstobjekten – darunter eine Snoopy-Skulptur und ein Aquarell, die in den vergangenen Monaten in Berlin abhanden kamen.
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