Diabetische Polyneuropathie: Rückenmarkstimulation lindert Schmerzen deutlich
06.07.2026 - 15:32:32 | boerse-global.de
Das zeigt der aktuelle Stada Health Report 2026. Besonders spannend: 55 Prozent würden eine ärztliche Erstberatung durch eine KI durchführen lassen. Insgesamt sind 81 Prozent der Befragten offen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen.
Vorbehalte bleiben – trotz hoher Akzeptanz
58 Prozent fürchten Fehldiagnosen durch automatisierte Systeme. 45 Prozent sorgen sich um Datenschutz und Datenmissbrauch. Die Skepsis hat Folgen: Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem sank auf 63 Prozent – 2020 waren es noch 80 Prozent. Immerhin: 41 Prozent würden all ihre Gesundheitsdaten für KI-Analysen freigeben.
Warum Patienten digitale Angebote vorzeitig aufgeben
Das Forschungsprojekt PANDORA sucht nach Antworten. Mit 1,51 Millionen Euro vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) untersuchen Forscher der Universität Duisburg-Essen und der Techniker Krankenkasse (TK) die hohen Abbruchraten. Dr. Alexander Bäuerle und Dr. Anna Bußmann wollen Strategien entwickeln, damit Patienten länger von digitalen Helfern profitieren. Das Projekt läuft bis Mai 2029.
Digitale Sprechstunden fürs Land
Gegen den Hausärztemangel setzt das Projekt DIHVA auf digitale Versorgungsassistenzen. TK und die Deutsche Fachgesellschaft für Versorgungsassistenz in der Hausarztpraxis (DFGVG) nutzen KI-Software und digitale Instrumente wie Stethoskope oder Rachenspatel zur Fernuntersuchung.
Nach dem Pilotstart im Herbst 2025 in Nordrhein-Westfalen folgte im Juni 2026 die Ausweitung auf Mecklenburg-Vorpommern. Erste Ergebnisse zeigen: Patienten sparen durchschnittlich eine Stunde und 20 Minuten Fahrtzeit. Die abschließende Diagnose bleibt beim Arzt.
Seit Anfang Juli 2026 gibt es einen weiteren Zugang: Die assistierte Telemedizin (aTM) in Apotheken. Dort stellen Apotheker die Technik für Videosprechstunden bereit – ein Segen für Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Das Uniklinikum Erlangen erzielt mit Rückenmarkstimulation erste Erfolge gegen diabetische Polyneuropathie. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Ratgeber, wie die Therapie wirkt, ob Sie als Kandidat infrage kommen und was andere Patienten berichten. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Fortschritte bei Diabetes, Unverträglichkeiten und Co.
Bei chronischen Krankheiten tut sich einiges:
Diabetes: Das Projekt GaDiaKi startete alltagsnahe Gruppenschulungen für Kinder mit Typ-1-Diabetes. Bei fortgeschrittenen Komplikationen wie diabetischer Polyneuropathie setzt das Uniklinikum Erlangen auf Rückenmarkstimulation. Erste Tests zeigen deutliche Schmerzreduktion. Parallel forschen Ärzte an „Digitalen Zwillingen", um die Erfolgsraten weiter zu steigern.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Seit Februar 2025 stellen einzelne Krankenkassen die zertifizierte App viatolea bereit. Sie kombiniert KI mit Expertenwissen und hilft Versicherten über zehn Wochen bei der Erkennung von Unverträglichkeiten.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Als zertifizierte Medizinprodukte halten sie zunehmend Einzug in den Praxisalltag. Voraussetzung für die Aufnahme ins BfArM-Verzeichnis: Nachweis von Sicherheit, Funktionstauglichkeit und Datenschutz.
Der Preis der Digitalisierung
Die digitale Transformation braucht Regeln. Während Vietnam mit Rundschreiben Nr. 13/2025/TT-BYT die elektronische Patientenakte flächendeckend einführt, geht es in Deutschland ums Geld.
Helfen Ihre bisherigen Schmerzmittel nicht mehr ausreichend? Dann informieren Sie sich über die Rückenmarkstimulation – eine vielversprechende Option bei diabetischer Polyneuropathie. Unser kostenloser Ratgeber erklärt die Methode, die Erfolgsaussichten und den Weg zur Behandlung. Ratgeber zur Schmerztherapie jetzt sichern
Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht ab Januar 2027 höhere Zuzahlungen für Arzneimittel vor. Statt bisher 5 bis 10 Euro sollen Patienten dann 7,50 bis 15 Euro zahlen. Ziel: 16,3 Milliarden Euro Entlastung im Jahr 2027. Das dürfte den Druck auf effiziente, digitale Versorgungsformen weiter erhöhen.
Eine Studie zur digitalen Gesundheitskompetenz (2023 bis Anfang 2025) belegt zudem: Wer digital souverän ist, aktiviert sich stärker im Behandlungsprozess. Höheres Bildungsniveau und regelmäßige Internetnutzung korrelieren mit besserer Nutzung digitaler Gesundheitsressourcen.
