Diabetes-Vorsorge, Typ-2-Diabetiker

Diabetes-Vorsorge: Nur 47% der Typ-2-Diabetiker nutzen Augenchecks

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

mkk bietet mit Skleo Health einen kostenlosen Augencheck an, um diabetische Netzhautschäden früher zu erkennen und Vorsorgelücken zu verringern.

mkk startet kostenlosen Augencheck für Diabetes-Versicherte
Ein heller, minimalistischer Behandlungsraum mit einem leeren Behandlungsstuhl und einer medizinischen Leuchte. Illustration mit AI erstellt.

Diabetische Netzhauterkrankungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Erwachsenenalter, werden jedoch oft erst spät erkannt. Die Krankenkasse mkk – meine krankenkasse reagiert auf diese Versorgungslücke mit einem neuen kostenfreien Augenvorsorgecheck für ihre Versicherten, der die Früherkennung entsprechender Schäden verbessern soll. Das Angebot wird in Kooperation mit Skleo Health umgesetzt.

Datenlage zeigt deutliche Versorgungslücken

Hintergrund der Initiative sind Zahlen, die erhebliche Unterschiede in der Vorsorgepraxis offenbaren. Bei Typ-2-Diabetikern, die nicht in ein Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben sind, hatten nur 47,3 Prozent innerhalb der vergangenen 24 Monate eine Augenuntersuchung wahrgenommen.

Bei Typ-2-Diabetikern mit DMP-Teilnahme lag diese Quote deutlich höher, bei 68 Prozent. Der Unterschied verdeutlicht, welchen Effekt strukturierte Behandlungsprogramme auf die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen haben können – zugleich zeigt er, dass auch innerhalb dieser Programme noch erheblicher Spielraum nach oben besteht.

Wie groß dieser Abstand zu politisch formulierten Zielwerten ist, macht ein Vergleich mit Nordrhein-Westfalen deutlich: Dort liegt die Zielquote für Augenuntersuchungen bei 90 Prozent. Gemessen an diesem Wert bleiben sowohl DMP-Teilnehmer als auch – noch deutlicher – Versicherte ohne Programmteilnahme weit hinter dem angestrebten Versorgungsniveau zurück.

Warum Früherkennung bei Diabetes so wichtig ist

Diabetische Augenschäden entwickeln sich häufig schleichend und ohne frühzeitige spürbare Symptome. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt, drohen im fortgeschrittenen Stadium irreversible Schäden an der Netzhaut bis hin zum Sehverlust.

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Regelmäßige augenärztliche Kontrollen gelten daher als zentrales Instrument, um Veränderungen frühzeitig zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten, bevor bleibende Schäden entstehen. Gerade für ältere Diabetiker, bei denen sich Folgeerkrankungen über Jahre kumulieren können, ist ein niedrigschwelliger Zugang zu solchen Untersuchungen von besonderer Bedeutung.

Kostenfreies Angebot soll Hürden abbauen

Mit dem neuen Vorsorgecheck will mkk – meine krankenkasse genau an dieser Stelle ansetzen: Indem die Untersuchung für Versicherte kostenfrei angeboten wird, sollen finanzielle und organisatorische Hürden reduziert werden, die bislang möglicherweise dazu beigetragen haben, dass insbesondere Versicherte ohne DMP-Teilnahme seltener zur Augenuntersuchung gehen. Die Kooperation mit Skleo Health soll dabei die praktische Umsetzung des Angebots ermöglichen.

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Einordnung für Versicherte

Die veröffentlichten Zahlen zur Untersuchungshäufigkeit verdeutlichen, dass die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm die Wahrscheinlichkeit einer regelmäßigen Augenkontrolle erhöht, ohne jedoch flächendeckend die in Nordrhein-Westfalen formulierte Zielquote von 90 Prozent zu erreichen.

Für Versicherte, die bislang nicht regelmäßig zur Augenuntersuchung gegangen sind, bietet der neue kostenfreie Check eine niedrigschwellige Möglichkeit, diese Lücke zu schließen.

Angesichts der langfristigen gesundheitlichen Folgen unbehandelter diabetischer Augenschäden dürfte die wirksamkeit solcher Vorsorgeangebote maßgeblich davon abhängen, wie konsequent sie von den Versicherten tatsächlich in Anspruch genommen werden.

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