Diabetes-Medikamente, SGLT2-Hemmer

Diabetes-Medikamente: SGLT2-Hemmer senken Alzheimer-Risiko um 43%

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Studien zeigen Potenziale von Abwasseranalysen, Pilzextrakten und Vitamin D in der Gesundheitsforschung.

Lebensmittelforschung: KI, Pilzextrakte und Vitamin D im Fokus
Wissenschaftliche Analyse von Lebensmittelproben in einem modernen Labor zur Erforschung gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

KI und moderne Analyseverfahren revolutionieren die Lebensmittelforschung. Wissenschaftler untersuchen zunehmend, wie Nahrungsmittel auf molekularer Ebene zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention beitragen können.

DNA-Analyse aus dem Abwasser

Neue Methoden wie das System FoodSeq-FLOW erlauben Rückschlüsse auf das Ernährungsverhalten ganzer Bevölkerungsgruppen. Eine Studie aus North Carolina, veröffentlicht im Juli 2026 im Fachjournal PNAS, analysierte 183 Abwasserproben von rund 2,1 Millionen Menschen. Die Forscher identifizierten über 300 verschiedene pflanzliche und tierische Lebensmittelgruppen. Die Daten zeigten Korrelationen zwischen Lebensmittelkonsum und sozioökonomischen Faktoren wie Einkommen oder regionaler Lage.

Erste europäische Industrieanlage für mikrobielle Proteine

In Leuna (Sachsen-Anhalt) entsteht die erste europäische Industrieanlage des Unternehmens MicroHarvest. Sie produziert Proteine durch Melasse-Fermentation. Ab dem ersten Halbjahr 2028 sollen jährlich rund 15.000 Tonnen Protein mit einem Rohproteingehalt von über 60 Prozent entstehen. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Bulletproof Coffee unter der Lupe

Der populäre „Bulletproof Coffee“ – Kaffee mit Butter und Kokosöl – enthält zwischen 200 und 250 Kilokalorien pro Portion. Die enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren (MCT) können die Fettverbrennung kurzfristig steigern. Ein wissenschaftlicher Beleg für langfristige Gewichtsreduktion steht jedoch aus. Experten beziffern die mögliche tägliche Kalorieneinsparung durch den Sättigungseffekt auf lediglich 80 bis 120 Kilokalorien.

Pilzextrakte in der Krebstherapie

Eine Meta-Analyse von 56 Studien mit über 4.800 Patienten untersuchte die Wirkung von Huaier-Granulat. Der Extrakt des Huaier-Pilzes könnte das Sterberisiko bei Leberkrebs senken. Bei Brustkrebs zeigte sich eine 5-Jahres-Überlebensrate von 98,1 Prozent in der Behandlungsgruppe gegenüber 86,6 Prozent in der Kontrollgruppe. Der Marktzugang in der EU wird derzeit durch die Novel-Food-Verordnung erschwert.

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Hochdosiertes Vitamin D gegen Strahlenschäden

Die Fachzeitschrift JAMA Dermatology berichtete im Juli 2026 über den Einsatz von hochdosiertem Vitamin D bei Hautschäden infolge einer Krebstherapie. In einer Fallserie mit 33 Patienten führte die Gabe von 100.000 IE Vitamin D bei 87 Prozent der Betroffenen zu einer Besserung von Strahlendermatitis oder toxischen Erythemen. Die Wirkung trat im Durchschnitt nach fünf Tagen ein.

Diabetes-Medikamente senken Alzheimer-Risiko

Neue medizinische Leitlinien vom Juli 2026 untersuchen den Einfluss von medikamentösen und diätetischen Ansätzen auf das Alzheimer-Risiko. Daten aus JAMA Network Open deuten darauf hin, dass SGLT2-Hemmer, die primär zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, das Alzheimer-Risiko um bis zu 43 Prozent senken können. Für GLP-1-Agonisten wurde eine Reduktion um bis zu 33 Prozent festgestellt. Das unterstreicht den Zusammenhang zwischen Zuckerstoffwechsel und neurodegenerativen Erkrankungen.

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Steinzeitliches Birkenpech wirkt antibakteriell

Eine internationale Forschungsgruppe wies im Juli 2026 nach, dass mit steinzeitlichen Methoden hergestelltes Birkenpech antibakterielle Eigenschaften besitzt. In Laborversuchen hemmte die Substanz das Wachstum von Staphylococcus aureus, einem häufigen Erreger von Wundinfektionen.

Kegelschneckengift als Schmerzmittel

Wissenschaftler der MedUni Wien untersuchten ein Peptid namens AoIA aus dem Gift der Kegelschnecke. Laut einer Studie im Fachblatt Nature Structural and Molecular Biology hemmt dieser Wirkstoff gezielt Noradrenalin-Transporter. Er könnte zur Linderung entzündungsbedingter Schmerzen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu früheren Varianten ist dieser Wirkstoff für eine subkutane Injektion geeignet. Weitere klinische Prüfungen stehen jedoch noch aus.

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