DGX, Station

DGX Station für Windows: NVIDIAs neuer KI-Supercomputer mit 20 Petaflops

03.07.2026 - 07:34:25 | boerse-global.de

NVIDIA verlegt das klassische Control Panel ab Treiber 610.47 in den Microsoft Store. Neue Funktionen gibt es nur noch dort.

NVIDIA verbannt Control Panel aus Treiberpaketen
DGX - Stilisierte Darstellung des Microsoft Store-Logos mit Leiterplatte, symbolisiert NVIDIAs Softwarevertriebswechsel. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab dem Treiber 610.47 gibt es das klassische NVIDIA Control Panel nicht mehr in den Game-Ready- und Studio-Paketen.

Nutzer müssen die GPU-Verwaltungssoftware künftig exklusiv über den Microsoft Store beziehen. Wer bereits eine ältere Treiberversion installiert hat und keine saubere Neuinstallation durchführt, behält vorerst Zugriff auf das klassische Panel. Allerdings stellt NVIDIA die Weiterentwicklung ein: Neue Funktionen und Fehlerbehebungen wird es für die alte Version nicht mehr geben.

Strategische Neuausrichtung im Windows-Ökosystem

Der Schritt ist kein Zufall. NVIDIA forciert seine Präsenz im Windows-Hardwaremarkt massiv. Bereits Anfang Juni auf der Computex 2026 stellte das Unternehmen die RTX-Spark-Chips für Notebooks und die N1X-Prozessoren vor. Diese Komponenten zielen auf eine neue Generation von Windows-on-Arm-Geräten mit KI-Fokus ab. Partner wie Lenovo und Dell bereiten bereits entsprechende Hardware vor.

Nur einen Tag später, am 2. Juli, folgte die Ankündigung der DGX Station für Windows – ein Desktop-Supercomputer für KI-Modelle mit bis zu einer Billion Parametern. Das Herzstück: der GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip mit 748 GB kohärentem Speicher und 20 Petaflops FP4-Leistung. ASUS, Dell und HP sollen die Stationen ab dem vierten Quartal 2026 anbieten.

Partnerschaften und neue Geschäftsmodelle

Auch bei der Software-Integration tut sich etwas. Valve arbeitet mit NVIDIA an nativer SteamOS-Unterstützung für dessen Grafikkarten. Bisher erschwerte NVIDIAs proprietäre Treiberarchitektur eine tiefe Integration. Frühestens Ende 2026 ist mit der Umsetzung zu rechnen.

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Parallel dazu startet NVIDIA den AI Computing Cooperation Plan – ein Programm zur Risikominimierung für kleinere Cloud-Anbieter. Der Konzern garantiert den Rückkauf ungenutzter GPU-Kapazität zu Festpreisen, im Gegenzug erhält er einen Anteil an den Cloud-Einnahmen. Erste Teilnehmer: Firmus mit 170.000 GPUs in Indonesien und Sharon AI, die 40.000 GB300-Einheiten einsetzt.

Microsoft zieht nach

Die Verlagerung ins Microsoft-Store-Ökosystem passt zu den aktuellen Windows-Updates. Seit Juli 2026 testet Microsoft ein modulares Startmenü für Unternehmen, das sich per JSON-Konfiguration steuern lässt.

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Und auch die Copilot-Taste wird flexibler: Nach Nutzerkritik an der festen Belegung bestätigte Microsoft Ende Juni, dass ein Update noch dieses Jahr erlaubt, die Taste umzubelegen – etwa auf die rechte Strg-Taste oder ein Kontextmenü.

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