DevExpress: 30-Tage-Testphase für UI-Frameworks startet
08.06.2026 - 07:25:20 | boerse-global.de
Der .NET-Spezialist DevExpress hat am Sonntag neue Demoversionen und eine 30-tägige Testphase für sein umfangreiches UI-Framework-Portfolio veröffentlicht.
Die Aktualisierung umfasst Steuerelemente und Frameworks für WinForms, WPF, Blazor, ASP.NET Core und DevExtreme. Entwickler können damit die Komponenten für Desktop- und Webanwendungen nun ohne Hürden testen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Die Nachfrage nach professionellen .NET-Werkzeugen bleibt hoch, während KI-gestützte Programmierhilfen den Markt umkrempeln.
Neue Einstiegshilfen für Entwickler
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Die 30-Tage-Testversion ermöglicht eine praxisnahe Evaluierung sämtlicher UI-Komponenten. Besonders im Fokus steht dabei das eXpressApp Framework (XAF) für Blazor – eine Nische, die in der .NET-Community zunehmend Beachtung findet. Branchenbeobachter wie Joche Ojeda sehen hier einen klaren Trend: Spezialisierte Frameworks gewinnen an Bedeutung, vor allem wenn sie sich mit KI-Tools wie dem Microsoft Semantic Kernel oder dem GitHub Copilot SDK verbinden lassen.
Wettbewerb belebt den Markt
DevExpress ist nicht allein auf dem Feld. Noch am selben Tag präsentierte Syncfusion seine Blazor Sidebar-Komponente mit responsivem Design, Docking-Funktionen und Touch-Unterstützung. Das kommerzielle Lizenzmodell startet bei 395 US-Dollar pro Monat für fünf Entwickler – eine kostenlose Community-Lizenz gibt es für Firmen mit weniger als einer Million US-Dollar Jahresumsatz.
Andere Hersteller gehen eigene Wege. Magnolia CMS etwa testete Vaadin für seinen AdminCentral-Prototypen. Die Entwickler lobten die schnelle Umsetzung von Komponenten wie TreeViews und Accordions, bemängelten jedoch die anfängliche Ladezeit des serverseitigen Skripts.
Mit Vel UI drängt zudem eine neue deklarative Sprache auf den Markt. Sie ist für KI-generierten Code optimiert, bietet direkte C++-Interoperabilität und versteht sich als kompilierte Alternative zu JSX. Auch modulare CSS-Lösungen wie das Wisp-Framework gewinnen an Boden – sie kommen ohne Konfigurationsdateien aus.
KI-Integration als Treiber
Die Entwicklungsumgebungen selbst werden KI-gestützter. Microsoft veröffentlichte VS Code 1.123 – mit portabler KI-Sitzungshistorie, verknüpft mit GitHub-Konten, und einem neuen Befehl zur Verwaltung des Projektgedächtnisses. GitHub brachte Spec Kit 0.9.5 als Open-Source-Tool heraus, das spezifikationsgetriebene Entwicklung vor der KI-Codegenerierung erzwingt.
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Die Nachfrage nach Fachkräften bleibt entsprechend hoch. Aktuelle Stellenausschreibungen für Senior-.NET-Entwickler mit C#-, SQL-Server- und Reporting-Kenntnissen laufen etwa in Hyderabad, Indien, noch bis zum 8. Juli 2026.
Ausblick: WWDC26 als Katalysator
Mit dem Start der Apple WWDC26-Keynote am heutigen Montag rückt die KI-Integration noch stärker in den Fokus. Branchenexperten erwarten, dass die Entwicklungen auf allen großen Plattformen die Evolution von UI-Frameworks wie denen von DevExpress weiter beschleunigen werden. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell sich intelligente Assistenten in die tägliche Entwicklerarbeit integrieren lassen.
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