Desktop-KI-Boom: GMKtec EVO-T2 erreicht 180 TOPS lokal
28.05.2026 - 09:12:21 | boerse-global.deGleich mehrere Hersteller haben in dieser Woche neue Geräte vorgestellt, die KI-Aufgaben direkt auf dem Desktop erledigen – ohne Umweg über die Cloud.
GMKtec bringt „KI-Supercomputer“ für den Schreibtisch
Der chinesische Hersteller GMKtec kündigte am Mittwoch seinen EVO-T2 an, den das Unternehmen selbstbewusst als „Desktop-KI-Supercomputer der zweiten Generation“ bezeichnet. Das System nutzt Intels neue 18A-Architektur und setzt auf die Prozessoren Core Ultra X9 388H oder X7 358H.
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Mit 180 TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) liefert der Mini-PC eine beeindruckende lokale KI-Leistung. Zur Ausstattung gehören 64 Gigabyte RAM und eine KI-optimierte SSD mit 853 Gigabyte. Der Preis liegt bei rund 2.099 Euro, zum Marktstart gibt es Rabattaktionen. Passend dazu feiert GMKtec sein siebtes Firmenjubilä?? – vom 25. Mai bis zum 10. Juni läuft eine Kampagne mit Sonderangeboten.
Lenovo setzt auf AMD und NVIDIA für Profis
Einen Tag zuvor, am Dienstag, präsentierte Lenovo die ThinkStation P4 – ein 30-Liter-Workstation für anspruchsvolle KI-Arbeitsplätze. Das System setzt auf AMD Ryzen PRO 9000 Prozessoren, darunter den Ryzen 9 PRO 9965X3D mit 16 Kernen.
Das Herzstück: NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Grafikkarten, die bis zu 4000 TOPS liefern und über 96 Gigabyte GDDR7-Speicher verfügen. Mit bis zu 256 Gigabyte DDR5-6400 RAM und Platz für sechs Festplatten ist die Workstation für rechenintensive Aufgaben gerüstet. Die Auslieferung soll im Juni 2026 beginnen.
Beelink und ASRock erweitern Intels 18A-Ökosystem
Auch Beelink nutzt Intels neue Chip-Generation. Die Wildcat-Lake-Serie kommt ebenfalls mit 18A-Technologie. Das Einstiegsmodell mit Intel Core 3 304 erreicht 24 TOPS und bietet deutliche Leistungssprünge gegenüber früheren Prozessoren.
Die Reihe umfasst mehrere Varianten: den EQ mini, den EQi mit doppelter 10GbE- und 2.5GbE-Netzwerkanbindung sowie den ME Pro – speziell für Netzwerkspeicher (NAS) mit zwei Einschüben für 3,5-Zoll-Festplatten.
ASRock wiederum präsentierte am Dienstag seine iBOX-Serie lüfterloser Mini-PCs. Diese nutzen Intels Panther-Lake-Prozessoren der Core-Ultra-300-Reihe. Die passiv gekühlten Systeme unterstützen bis zu 128 Gigabyte DDR5-7200 RAM und bieten zwei 2,5-GbE-Ports sowie Thunderbolt-4-Anschlüsse.
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ASUS spart Cloud-Kosten mit Hybrid-KI
Einen anderen Ansatz verfolgt ASUS: Am Montag stellte der Hersteller seine Hybrid-Agent-KI-Architektur vor. Die Kombination aus Software und Hardware ist für die Serien ExpertBook, ExpertCenter und NUC gedacht. Durch intelligente Verteilung der Rechenlast zwischen lokalem Gerät und Cloud sollen die Kosten für KI-Berechnungen drastisch sinken. Erste Tests zeigen Einsparungen von bis zu 70 Prozent bei bestimmten Programmiermodellen.
AMD und Intel: Zwei Wege in die KI-Zukunft
Ebenfalls am Mittwoch startete AMD die Vorbestellung für seine Ryzen-AI-Halo-Desktops im kompakten Small-Form-Factor. Diese Systeme richten sich gezielt an Entwickler, die große Sprachmodelle lokal ausführen wollen. Sie nutzen spezielle NPUs, die für bestimmte Datenformate optimiert sind.
Und der Blick geht noch weiter: Branchenkreisen zufolge arbeitet Intel bereits an den Nova-Lake-Edge-Chips. Diese sollen acht E-Kerne und eine 12-Kern-Xe3-GPU erhalten. Zwar werden sie nicht vor 2027 oder 2028 für den Verbrauchermarkt erwartet – doch sie zeigen, wohin die Reise geht: hin zu spezialisierten Lösungen für Edge-Computing und lokale KI-Berechnungen.
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