Design, Algen

Design aus Algen und Moos: Werkschau in München zeigt Zukunft

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 16:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Wohnungstrend 2026 setzt auf Weichheit, kräftige Farben und nachhaltige Materialien wie Algen. Smarte Küchen bieten Komfort, aber auch Herausforderungen.

Wohnen im Wandel: Weiche Polster, smarte Küchen und Algen-Design
Ein gemütliches Wohnzimmer im skandinavischen Stil mit weichen, voluminösen Möbeln in warmen Farben und natürlichen Materialien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Wohnungsmarkt erlebt einen grundlegenden Wandel – weg von strengen Linien, hin zu mehr Haptik, Wärme und Naturverbundenheit.

Volle Polster, warme Töne

Der Salone del Mobile in Mailand machte es im April deutlich: Starre Designvorgaben sind out. Sitzmöbel werden voluminöser, weicher und modular. Sogar der Massenmarkt zieht mit. Ikea brachte im Frühjahr einen aufblasbaren Sessel für rund 129 Euro – ein Symbol für die neue Weichheit.

Auch die Farbpalette ändert sich. Statt kühlem Grau dominieren Sonnengelb, gebranntes Orange, Kirschrot und Aubergine. Fachleute beobachten eine Mischung aus Retro und Moderne. Neuauflagen von Klassikern der 1960er und 1980er Jahre – etwa von Richard Sapper oder Verner Panton – treffen auf kantige Entwürfe von Labels wie Muuto oder RS Barcelona.

Stühle aus Algen und Moos

Nachhaltigkeit bleibt das große Thema. In der Münchner Pinakothek der Moderne startet heute eine Werkschau des niederländischen Duos Eric Klarenbeek und Maartje Dros. Die zeigen: Designobjekte aus Algen und Pilzen sind keine Utopie mehr. Ein Exponat: ein Stuhl aus Moos.

Parallel wächst das Interesse an Innenraumbegrünung. Echte Pflanzenwände sind pflegeintensiv, deshalb setzen viele auf hochwertige künstliche Moos- und Heckenelemente. Die kommen teils mit langjährigen Garantien auf Farbechtheit und Brandschutz-Zertifikaten für Gewerberäume. Entscheidend für die Nachhaltigkeit: die Langlebigkeit der Produkte.

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Smarte Küchen – Fluch und Segen

Die intelligente Vernetzung hält Einzug in jeden Raum. Besonders in der Küche zeigt sich das. Moderne Induktionskochfelder haben Sensoren, die Temperaturen messen und die Leistung selbst regulieren. Per WLAN lassen sie sich per Smartphone oder Sprachsteuerung bedienen.

Doch die Technik hat ihre Tücken. Die Planung solcher Räume erfordert eine entsprechende Infrastruktur bei Verkabelung und Steckdosen. Zudem bleiben Kompatibilitätsprobleme, Datenschutz und Datensicherheit die großen Baustellen der Branche.

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Wenn Architektur und Landschaft verschmelzen

Wohnräume werden nicht mehr isoliert betrachtet. Das Magazin „Architektur & Wohnen“ hob gestern die Bedeutung der Symbiose mit der Umgebung hervor. Chefredakteurin Karen Hartwig betont: Außergewöhnliche Immobilien – von Andalusien bis zur deutschen Nordseeküste – verschmelzen zunehmend Architektur, Interior Design und Natur.

Der ganzheitliche Ansatz hebt die Grenzen zwischen Innen und Außen auf. Materialwahl und Gebäudeausrichtung folgen dem Ziel, ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, das die geografische Lage unterstreicht.

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