Depressionsrisiko, Fitness

Depressionsrisiko: Fitness im Kindesalter zeigt bei Frauen stärkeren Zusammenhang

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Langzeitdaten verbinden bessere Ausdauer im Kindesalter mit weniger Depressionen im Erwachsenenalter; bei Frauen war der Zusammenhang stärker.

Studie: Fitness in der Jugend hängt mit geringerem Depressionsrisiko zusammen
Eine leere Laufbahn in einem Park bei goldenem Nachmittagslicht, die Ruhe und körperliche Aktivität symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Körperliche Aktivität und Ausdauer im jungen Alter können langfristige Auswirkungen auf das spätere psychische Wohlbefinden haben. Einer Untersuchung des Menzies Institute der University of Tasmania in Zusammenarbeit mit der Adelaide University zufolge weisen Kinder und Jugendliche mit einer besseren kardiorespiratorischen Fitness ein geringeres Risiko auf, im Erwachsenenalter an einer Depression zu erkranken. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die präventive Bedeutung von Bewegung über die gesamte Lebensspanne hinweg.

Langzeitdaten über mehr als drei Jahrzehnte

Grundlage der wissenschaftlichen Auswertung ist die sogenannte „Childhood Determinants of Adult Health“-Studie, die sich über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren erstreckte. Die anfänglichen Erhebungen fanden im Jahr 1985 statt. Damals untersuchten die Forschenden die körperliche Leistungsfähigkeit australischer Kinder und Jugendlicher im Alter zwischen 7 und 15 Jahren.

Im späteren Verlauf folgte eine Nachuntersuchung, an der mehr als 1000 Personen im Alter von 36 bis 49 Jahren teilnahmen. Die psychische Verfassung der Probanden und mögliche Depressionsdiagnosen wurden dabei anhand eines standardisierten Diagnoseinterviews der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ermittelt.

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Ausdauer und Kraft im Fokus der Untersuchung

Im Rahmen der historischen Tests absolvierten die damaligen Schulkinder verschiedene Übungen zur Feststellung ihrer körperlichen Verfassung. Um die kardiorespiratorische Ausdauer zu bestimmen, fand unter anderem ein 1,6-Kilometer-Lauf statt. Die Muskelkraft wurde über den Standweitsprung erfasst, ergänzt durch teilweise durchgeführte Messungen beim Radfahren sowie bei der Griffkraft.

Der anschließende Abgleich der historischen Leistungswerte mit den Ergebnissen der späteren Befragung zeigte, dass eine höhere Leistungsfähigkeit im Kindesalter mit einer reduzierten Wahrscheinlichkeit für spätere depressive Erkrankungen einhergeht.

Die Auswertung ergab zudem einen geschlechtsspezifischen Unterschied: Der Zusammenhang zwischen Fitness und einem verringerten Depressionsrisiko zeigte sich bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern.

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Relevanz für präventive Ansätze

Veröffentlicht wurden die wissenschaftlichen Resultate im Fachmagazin Journal of Affective Disorders. Die Daten verdeutlichen den Stellenwert frühzeitiger Bewegungsförderung für die spätere Gesundheit.

Da sich Ausdauer und kardiorespiratorische Werte durch gezielte Aktivitäten bereits im Schulalter nachhaltig positiv beeinflussen lassen, unterstreichen solche Langzeitergebnisse die gesundheitspolitische Bedeutung von Sport- und Bewegungsprogrammen für Kinder und Jugendliche.

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