Depressionsforschung: 130 Millionen Euro für neue Therapien bis 2030
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bildungseinrichtungen und Gesundheitsorganisationen reagieren mit neuen Angeboten – von akademischen Kooperationen bis zur Notfallseelsorge.
WHO setzt auf Qualität in der Psychiatrie
Die Weltgesundheitsorganisation legt im Sommer 2026 einen Schwerpunkt auf die psychiatrische Versorgung. Vom 20. bis 25. Juli finden im tadschikischen Duschanbe die „WHO European Autumn Schools“ statt. Das Programm umfasst Kurse zur Patientensicherheit und ein Satellitentreffen zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die Lehrveranstaltungen laufen auf Englisch und Russisch.
Parallel dazu organisiert die WHO/Europa gemeinsam mit der Université Côte d’Azur und der Ulysseus European University eine Summer School in Nizza. Thema: Systemdenken für die Prävention nichtübertragbarer Krankheiten und gesundes Altern.
„Science of Happiness“: Uni Delhi begeistert Studierende
Die Universität Delhi verzeichnet großen Zulauf für ihr Programm „Science of Happiness“. Das Projekt startete vor zwei Jahren in Kooperation mit der Rekhi Foundation. Mehr als 2.000 Studierende an 17 Colleges haben es bereits absolviert. Ziel ist die Vermittlung wissenschaftlich fundierter Ansätze zur Förderung des Wohlbefindens.
An der University of Nebraska-Lincoln läuft parallel ein wöchentlicher Kurs zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR). Drew Buss leitet das Programm, das sich speziell an Angehörige der juristischen Fakultät richtet. Der Kurs erstreckt sich von Anfang Juni bis zum 23. Juli 2026.
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130 Millionen Euro für Depressionsforschung
Ein mitteldeutsches Forschungscluster erhält bis 2030 Fördermittel von rund 130 Millionen Euro. Die Standorte Jena, Halle und Magdeburg sind beteiligt. Prof. Martin Walter von der Uniklinik Jena leitet das Zentrum. Im Fokus: Depressionen, ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS).
Die Forscher wollen die Therapiemöglichkeiten verbessern. Aktuelle Daten zeigen: Herkömmliche Behandlungen helfen nur bei etwa der Hälfte der Depressionspatienten. In Jena untersuchen Wissenschaftler verstärkt die transkranielle Magnetstimulation als Alternative. Auch die Auswirkungen entzündlicher Erkrankungen auf die psychische Gesundheit stehen im Fokus.
Social Media und Jugendliche: Cambridge-Forscherin referiert
Die Universität Potsdam lädt für den 21. Juli 2026 zu einem Online-Gastvortrag ein. Luisa Fassi von der University of Cambridge spricht über den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und der psychischen Gesundheit von Jugendlichen. Ein Thema, das Eltern und Pädagogen gleichermaßen umtreibt.
Während die Wissenschaft neue Wege zur psychischen Gesundheit erforscht, bleibt die individuelle Work-Life-Balance eine tägliche Herausforderung für viele Berufstätige. Dieser kostenlose Leitfaden bietet 5 Sofortmaßnahmen für mehr Ausgeglichenheit im Alltag und zeigt, wie Erfolg und persönliches Glück im Einklang stehen können. Gratis E-Book für mehr Work-Life-Balance sichern
Notfallseelsorge: 13 Absolventen im Märkischen Kreis
Die praxisnahe Ausbildung bleibt ein wichtiger Pfeiler der Krisenintervention. Im Märkischen Kreis schlossen am 18. Juli 2026 insgesamt 13 Teilnehmer eine einjährige Ausbildung zu Notfallseelsorgern ab. Die Qualifizierung orientiert sich an Standards der Ruhr-Universität Bochum.
Die Volkshochschulen bieten ergänzend niederschwellige Kurzformate an. Die VHS Regensburger-Land führte im Juni 2026 Kurse für Erste Hilfe bei seelischen Notfällen durch. Weitere Angebote, etwa der VHS Würmtal, decken seit dem Frühjahr 2026 Resilienztraining, Stressbewältigung und den Umgang mit Depressionen ab.
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