Depression: UKW bietet kostenlose Online-Sprechstunde am 10. November
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 15:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deAufklärung über psychische Erkrankungen und der Abbau von Schwellenängsten stehen im Mittelpunkt eines Informationsformats in Würzburg. Am Dienstag, 10. November 2026, richten das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und die Mediengruppe Main-Post eine gemeinsame, kostenlose Online-Abendsprechstunde zum Thema Depression aus.
Die Veranstaltung vermittelt Betroffenen sowie Angehörigen medizinisches Basiswissen und zeigt auf, wie Behandlungs- und Unterstützungsangebote ineinandergreifen.
Fachliche Schwerpunkte und Ablauf der Informationsrunde
Die digitale Abendsprechstunde findet von 18:00 bis etwa 19:30 Uhr über die Videoplattform Zoom statt. Als Referenten führen Klinikdirektor Prof. Dr. Sebastian Walther und Oberarzt Dr. Georg Ziegler von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des UKW durch den Abend.
Inhaltlich befasst sich die Sprechstunde mit der Erkennung depressiver Erkrankungen, bestehenden Behandlungsmöglichkeiten sowie Wegen zu einer langfristigen Stabilisierung. Ein wesentlicher Teil widmet sich zudem der Frage, wie Angehörige Betroffene unterstützen können, ohne sich selbst zu überfordern.
Im Anschluss an die Vorträge der beiden Mediziner besteht für Teilnehmende die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen. Interessierte erhalten Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung über das Webportal des Universitätsklinikums (ukw.de/selbsthilfe) in der Rubrik für Veranstaltungen. Die Einwahldaten für die Videositzung werden nach der Anmeldung per E-Mail bereitgestellt.
Typische Merkmale der Erkrankung und Handlungsschritte
Depressive Störungen wirken sich vielschichtig auf das tägliche Leben aus. Laut Angaben des Informationsportals gesund.bund.de beeinträchtigt eine Depression typischerweise den Antrieb, die Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit sowie das Verbundenheitsgefühl zu anderen Menschen. Häufige Begleiterscheinungen sind Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, anhaltendes Grübeln, Schuldgefühle und ein ausgeprägter sozialer Rückzug.
Wer sich oder einen Angehörigen bei Depression begleiten will, steht oft vor der Frage: Wo fange ich an? Dieser kostenlose Wegweiser zeigt in klaren Schritten, wie Behandlungswege ineinandergreifen und welche lokalen Beratungsangebote Betroffene und Angehörige nutzen können. Kostenlosen Wegweiser jetzt anfordern
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe verweist darauf, dass neben gedrückter Stimmung, Freudlosigkeit und innerer Leere im Fall akuter Krisen mit Suizidgedanken eine schnelle Intervention unerlässlich ist.
Für Angehörige sei es ratsam, den Kontakt niederschwellig zu halten, Reaktionen der Erkrankten nicht persönlich zu nehmen und konkrete statt offener Angebote zur Hilfe zu unterbreiten. Auch die gemeinsame Organisation professioneller Versorgung gilt als wichtiger Schritt; für die Terminvermittlung zu Fachärzten und Psychotherapeuten steht bundesweit die Rufnummer 116117 zur Verfügung.
Lokale Anlaufstellen und Beratungsangebote
Neben klinischen Fachvorträgen stützt sich die Versorgung auf lokale Netzwerke vor Ort. In Würzburg unterhält der Sozialpsychiatrische Dienst der Diakonie in der Frankfurterstraße 10 im Stadtteil Zellerau eine Beratungsstelle, die Erwachsenen in seelischen Krisen und deren Angehörigen kostenfreie, freiwillige und auf Wunsch anonyme Hilfe anbietet. Das dortige Team unter der Bereichsleitung von Daniela Glasstetter setzt sich aus fünf Fachkräften und einer Verwaltungskraft zusammen.
Angehörige tragen oft mehr Last, als sie zugeben — und wissen nicht, wie sie helfen können, ohne selbst zu überfordern. Die Checkliste in diesem kostenlosen Wegweiser zeigt, wie Sie Kontakt niederschwellig halten, konkrete statt offener Hilfen anbieten und professionelle Versorgung mit organisieren. Checkliste für Angehörige jetzt sichern
Anfang 2026 übernahm die Diakonie die zuvor von Schließung bedrohten Beratungsstellen in Würzburg, Ochsenfurt und Kitzingen vom Bayerischen Roten Kreuz. An diesen drei Standorten wurden im Jahr 2025 insgesamt 682 Menschen betreut. Auf derselben Etage agiert zudem die von Jana Glöckner geleitete Anlaufstelle für Ambulant Betreutes Wohnen, in der vier Fachkräfte tätig sind und an vier Standorten insgesamt 182 Personen unterstützt haben.
