Demenzrisiko: Spiel „Doppelentscheidung
28.05.2026 - 04:30:11 | boerse-global.deEin Team der Oregon Health and Science University hat eine bislang unbekannte Zellpopulation bei Alzheimer-Patienten identifiziert. Die sogenannten HPAM-Zellen (human plaque-associated microglia) reichern sich in der Nähe von Amyloid-beta-Plaques an. Die Entdeckung gelang mit der CODEX-CNS-Methode, die mehrere Zelltypen gleichzeitig darstellen kann. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Mai in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience.
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Augenscan soll Demenz früh erkennen
Das österreichische Startup Thyra Imaging arbeitet an einem völlig neuen Diagnoseverfahren. Das Spin-off der MedUni Wien nutzt adaptive Optik aus der Astronomie für einen Augenscan, der Veränderungen auf zellulärer Ebene sichtbar macht – in nur zwei Sekunden. Das im März gegründete Unternehmen erhielt eine PreSeed-Förderung und wurde in der Kategorie Medtech ausgezeichnet.
Spiel senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
Ein gezieltes Training kann das Demenzrisiko deutlich senken. Eine Studie mit rund 3.000 Personen über 65 Jahren ergab: Das Spiel „Doppelentscheidung“ reduzierte das Risiko um 25 Prozent. Professorin Marilyn Albert von der Johns Hopkins University führt das auf eine gesteigerte Gehirnplastizität zurück. Auch Professorin Barbara Sahakian von der University of Cambridge bestätigt, dass fordernde Aktivitäten die kognitive Reserve stärken.
Neben solchen kognitiven Übungen setzen immer mehr Anbieter auf digitale Trainingssysteme. Der NeuroTracker verspricht mit sechsminütigen Einheiten eine Verbesserung der Konzentration um 40 Prozent und eine 52 Prozent höhere Wahrnehmungsgeschwindigkeit. Laut Anbieter kommt das System unter anderem bei der NASA und im Profisport zum Einsatz.
Wer lieber analog trainiert, kann am 30. Mai in München an einem Workshop zum Thema Jonglieren und Gehirnwissen teilnehmen. Unter der Leitung von Stephan Ehlers verbindet er kognitive Aspekte mit Bewegung.
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20 Millionen Dollar für HealthTech-Plattform
Der Markt für Gesundheits-Technologie boomt. Das französische Startup Lucis sicherte sich in einer Series-A-Runde 20 Millionen US-Dollar, angeführt von der Investmentgesellschaft Singular. Die Plattform analysiert über 110 Biomarker aus Bluttests. Bis Ende 2026 will das Unternehmen nach Deutschland, Spanien und Italien expandieren.
Einen radikal anderen Ansatz verfolgt das Startup Bexorg. Es nutzt die BrainEx-Technologie, um kürzlich verstorbene menschliche Gehirne metabolisch aktiv zu halten. Seit Juni 2025 kooperiert das Unternehmen mit dem Pharmaunternehmen Biohaven, um Wirkstoffe direkt an menschlichem Hirngewebe zu testen. CEO Zvonimir Vrselja räumt ein, dass die Technologie ethische Fragen aufwirft.
Mentale Fitness wird zum Wettbewerbsvorteil
Doch nicht nur Technik und Medikamente spielen eine Rolle. Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) bleibt ein zentraler Baustein der mentalen Gesundheitsvorsorge. Studien deuten darauf hin, dass bereits nach acht Wochen Veränderungen nachweisbar sind: eine reduzierte Amygdala-Reaktivität und ein verdickter präfrontaler Kortex.
Auch im Spitzensport gewinnt die mentale Komponente an Bedeutung. MotoGP-Fahrer Pedro Acosta betonte Ende Mai, dass er sein mentales Spiel für die laufende Saison gezielt verbessert habe. Die ZDF-Sendung Terra Xplore widmet sich seit dem 26. Mai ebenfalls dem Thema Longevity und zeigt verschiedene Ansätze für gesundes Altern.
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