Demenz-Vorbeugung: MIND-Diät senkt Risiko um 35 Prozent
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 13:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Kombination aus mediterraner und DASH-Ernährung kann das Demenzrisiko bei Menschen über 60 Jahren um bis zu 35 Prozent senken. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Juli 2026 im Fachjournal JAMA Network Open.
Die Forscher analysierten Daten von über 1.800 Erwachsenen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Eine allgemein anti-entzündliche Ernährungsweise reduziert das Risiko demnach um 21 bis 29 Prozent.
Was auf den Teller gehört
Empfohlen werden grünes Blattgemüse, Beeren, Nüsse, Olivenöl und Fisch als Omega-3-Quelle. Die Proteinzufuhr sollte bei mindestens 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Raffinierter Zucker steht dagegen auf der roten Liste.
Experten weisen zudem auf stabile Vitamin-B12- und Vitamin-D-Spiegel hin. Die Ernährung allein macht es aber nicht.
Diabetes-Medikamente als Alzheimer-Bremse
Eine groß angelegte Studie mit über 112.000 Teilnehmern zeigt einen überraschenden Effekt: SGLT2-Inhibitoren aus der Diabetestherapie senken das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent. Auch GLP-1-Agonisten reduzieren es um 33 Prozent. Die Ergebnisse wurden im Juni 2026 veröffentlicht.
Seit 2025 sind zudem Antikörpertherapien wie Lecanemab und Donanemab verfügbar. Sie verzögern den Krankheitsverlauf bei bereits diagnostizierten Patienten um etwa ein Drittel.
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Revolution in der Diagnostik
Seit Juli 2026 steht in europäischen Kliniken der pTau217-Bluttest zur Verfügung. Die EU-Zulassung erfolgte im Mai. Hersteller wie Roche, Fujirebio und Beckman Coulter bieten die Tests an – mit einer Genauigkeit von über 90 Prozent.
Die Kosten liegen zwischen 100 und 150 Euro. Das Verfahren ist damit günstiger und weniger invasiv als die herkömmliche Liquor-Untersuchung. Fachleute betonen: Der Test dient der gezielten Diagnose, nicht dem Massenscreening.
In Österreich unterstützt seit dem 8. Juli 2026 der digitale Chatbot „PIA“ die Patientenbetreuung.
Bewegung hilft – Nahrungsergänzung oft nicht
Schon 3.000 Schritte täglich können die Ablagerung von Tau-Proteinen im Gehirn verlangsamen. Der Ausbruch einer Alzheimer-Erkrankung lässt sich so um schätzungsweise drei Jahre hinauszögern.
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Anders sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus. Eine Studie vom 8. Juli 2026 untersuchte hochdosiertes Fischöl (2.000 mg DHA) bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko. Die DHA-Konzentration im Gehirn stieg zwar um 17 Prozent. Eine Verbesserung der kognitiven Leistung oder eine Verlangsamung des Gehirnschwunds blieb jedoch aus.
Die Botschaft der Forscher ist klar: Eine ganzheitliche Ernährung schlägt einzelne Supplemente.
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