Demenz-Prävention, Mediterrane

Demenz-Prävention: Mediterrane Ernährung senkt Risiko um 29%

03.07.2026 - 08:04:01 | boerse-global.de

Studien zeigen: Mediterrane Kost senkt Demenzrisiko, während Säureblocker es erhöhen. Auch Fischöl und Impfungen bieten Schutz.

Demenzrisiko senken: Ernährung und Medikamente im Fokus
Demenz-Prävention - Eine ältere Hand hält Medikamente neben einer Schale mit gesunden Lebensmitteln, die Ernährung und Medikation im Alter symbolisieren. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Forschung zur Gesundheit im Alter liefert neue Erkenntnisse: Bestimmte Ernährungsweisen können das Demenzrisiko senken, während die Langzeiteinnahme von Säureblockern es erhöht.

Mediterrane Kost schützt das Gehirn

Eine schwedische Langzeitstudie mit 1.865 Personen ab 60 Jahren zeigt einen klaren Zusammenhang: Eine entzündungsarme Ernährung senkt das Demenzrisiko um bis zu 29 Prozent – besonders bei Menschen mit erhöhten p-tau217-Biomarkern.

Die 117-jährige Maria Branyas Morera ist ein extremes Beispiel für gesundes Altern. Ihr Darmmikrobiom wies eine fünffach höhere Konzentration an Bifidobakterien auf als bei Gleichaltrigen. Ihre Ernährung: mediterrane Kost und täglich Joghurt.

Fischöl hilft – DHA-Präparate nicht

Nahrungsergänzungsmittel zeigen ein differenziertes Bild. Die PISCES-Studie belegt: Dialysepatienten, die täglich vier Gramm Fischöl einnahmen, senkten ihr Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse um 43 Prozent.

Doch Vorsicht bei DHA-Präparaten: Eine Untersuchung mit 55- bis 80-Jährigen fand keinen kognitiven Nutzen. Die Schrumpfung des Hippocampus ließ sich durch die Supplementierung nicht verlangsamen.

Säureblocker erhöhen Demenzrisiko

Ein kritischer Faktor für die Seniorengesundheit ist die Langzeitmedikation. Protonenpumpenhemmer – gängige Säureblocker – sind laut einer Studie in Nature Metabolism mit einem um 44 Prozent erhöhten Demenzrisiko verbunden.

Besondere Vorsicht ist bei der Kombination von Medikamenten und Lebensmitteln geboten. MAO-Hemmer etwa können bei gleichzeitigem Verzehr von gereiftem Käse, geräuchertem Fleisch oder fermentierten Produkten hypertensive Krisen auslösen. Auch Grapefruitsaft und Johanniskraut bergen Risiken.

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Seit Anfang Juli 2026 bietet die elektronische Patientenakte (ePA) neue Sicherheitsfunktionen. Der IT-Dienstleister BITMARCK stellt einen digitalen Medikationsplan bereit, der rezeptpflichtige und rezeptfreie Präparate umfasst. Push-Benachrichtigungen bei neuen Laborbefunden unterstützen besonders die Pflege älterer Menschen.

Alte Medikamente, neue Hoffnung

Die Forschung untersucht verstärkt existierende Medikamente auf ihren Nutzen in der Demenzprävention. SGLT2-Hemmer könnten das Alzheimerrisiko um 43 Prozent senken, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent.

Auch Impfungen zeigen protektive Effekte: Eine Gürtelrose-Impfung reduziert das Demenzrisiko um 20 Prozent, eine Hochdosis-Grippeimpfung sogar um 55 Prozent.

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Ketogene Diät bei Depressionen

Eine 2026 in JAMA Psychiatry veröffentlichte Studie untersuchte die ketogene Diät bei therapieresistenter Depression. Nach sechs Wochen zeigte sich eine Reduktion auf der PHQ-9-Skala um 10,5 Punkte in der Interventionsgruppe – gegenüber 8,3 Punkten in der Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse sind vorläufig, unterstreichen aber das Potenzial metabolischer Ansätze in der Psychiatrie.

Bessere Risikoprofile durch moderne Medikamente

Eine Langzeitstudie zu Adipositas (1990 bis 2024) zeigt: Bei adipösen Personen ab 40 Jahren nähern sich die Risikoprofile für Blutdruck und LDL-Cholesterin durch Statine und Blutdrucksenker zunehmend denen von Normalgewichtigen an.

In den USA und England erhalten bereits über 70 Prozent der adipösen Männer zwischen 60 und 79 Jahren entsprechende Statine. Jüngere Patientengruppen werden seltener medikamentös behandelt – ein Ansatz, der sich möglicherweise ändern wird.

de | wissenschaft | 69678334 |