Demenz-Prävention, Kreis

Demenz-Prävention: Kreis bildet kostenlos Gedächtnistrainer aus

Veröffentlicht am: 29.06.2026 um 11:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Hochsauerlandkreis bildet Ehrenamtliche zu Gedächtnistrainern aus, um die kognitive Gesundheit älterer Menschen zu fördern.

Hochsauerlandkreis sucht freiwillige Gedächtnistrainer gegen Demenz
Eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, die gemeinsam an einem Brettspiel oder Puzzle teilnehmen, symbolisiert Gedächtnistraining. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Demenznetzwerk sucht Bürger für eine kostenlose Ausbildung.

Kostenlose Schulung für Ehrenamtliche

Ende Juni startete die Suche nach Interessierten. Ziel: In jeder Kommune des Kreises soll es bald regelmäßige Kursangebote geben. Die Ausbildung läuft von Herbst bis Winter 2026 – in Kooperation mit dem Bundesverband Gedächtnistraining e.V.

Der Kreis übernimmt die vollen Kosten, sagt Dietmar Fegler vom Gesundheitsamt. Voraussetzung: Die Teilnehmer müssen sich nach der Schulung in der Seniorenarbeit engagieren. Die kostenfreie Qualifizierung soll die Hürde fürs Ehrenamt senken und gleichzeitig die Qualität der kognitiven Förderung sichern.

Breiterer Trend zur Seniorenbetreuung

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Der Hochsauerlandkreis sucht Ehrenamtliche für eine kostenlose Gedächtnistrainer-Ausbildung. Mit dem Wissens-Check sehen Sie, ob das Angebot zu Ihnen passt – inklusive Checkliste und Übungen. Kein medizinischer Test, keine Diagnose. Wissens-Check per E-Mail anfordern

Das Projekt ist Teil einer größeren Bewegung. Auch in Delmenhorst wurde Ende Juni eine kostenlose Ausbildung zum Seniorenbegleiter beworben – gezielt gegen die Vereinsamung im Alter.

In Bayern setzen Landwirte auf tiergestützte Ansätze: 43 sogenannte Auszeithöfe werden von der Hochschule Kempten wissenschaftlich begleitet, 18 davon in Schwaben. Die Vielfalt der Konzepte zeigt: Die kognitive Gesundheitsförderung wird zunehmend zur regionalen Aufgabe.

Ehrenamt als Stütze des Systems

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Die Gewinnung von Freiwilligen steht vor Herausforderungen. In Sachsen-Anhalt engagieren sich rund 800.000 Menschen ehrenamtlich – etwa 38 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Ministerpräsident Sven Schulze forderte Ende Juni, bürokratische Hürden abzubauen.

Für den Hochsauerlandkreis heißt das: Neben der fachlichen Qualifizierung ist die organisatorische Unterstützung durch öffentliche Stellen entscheidend. Die Kooperation zwischen Gesundheitsamt, Fachverband und Freiwilligen bildet die Basis für die künftige Versorgung.

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