Demenz-Prävention: Computerspiele senken Risiko um 25 Prozent
28.05.2026 - 11:00:42 | boerse-global.deEine aktuelle Auswertung der SHARE-Daten durch die Universität Krems zeigt: Stabile soziale Netzwerke bei Menschen über 50 senken das Risiko einer Demenzerkrankung deutlich. Die im Mai 2026 veröffentlichte Studie unterstreicht die Bedeutung sozialer Interaktion für die langfristige Gehirngesundheit.
Computerspiele als Schutzfaktor
Nicht nur das soziale Umfeld zählt – auch die Art der geistigen Herausforderung ist entscheidend. Eine Untersuchung von Johns Hopkins Medicine mit rund 3.000 Teilnehmenden belegt: Computergestützte Spiele können das Demenzrisiko um bis zu 25 Prozent senken. Das Training zielt darauf ab, Informationsverarbeitung und Aufmerksamkeit im Alter zu erhalten.
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Parallel dazu rückt die technologische Früherkennung in den Fokus. Das Startup Thyra Imaging stellte im März 2026 ein Verfahren vor, das mittels adaptiver Optik einen Alzheimer-Früherkennungsscan der Augen ermöglicht. Die Untersuchung dauert lediglich zwei Sekunden und soll Veränderungen im Gehirn bereits in einem frühen Stadium identifizieren.
Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln
Während soziale und kognitive Aktivitäten positive Effekte zeigen, liefern Studien zu Supplementen differenzierte Ergebnisse. Das Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease veröffentlichte eine fünfjährige Beobachtungsstudie aus China mit 800 Probanden zwischen 55 und 90 Jahren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Omega-3-Kapseln (Fischöl) in dieser Gruppe mit einem beschleunigten kognitiven Abbau einhergingen – sowie einem Rückgang des Glukose-Stoffwechsels im Gehirn.
Die Forscher betonen: Die Resultate traten unabhängig vom genetischen Risikofaktor APOE4 auf. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, ist keine direkte Kausalität belegt. Ein möglicher Grund für die Beobachtungen könnte die hohe Oxidationsanfälligkeit von Fischöl-Präparaten sein.
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Programme gegen Einsamkeit starten bundesweit
Um die soziale Komponente der Gesundheitsvorsorge praktisch umzusetzen, starten im Juni 2026 bundesweit zahlreiche Programme für Senioren. Die Initiativen verknüpfen kulturelle Bildung mit dem Ziel, Einsamkeit vorzubeugen.
Das ZKM in Karlsruhe bietet ab dem 1. Juni das Format „Kaffee, Kuchen, Kunst“ an – kostenfreie Führungen kombiniert mit geselligem Austausch. In Berlin lädt der Verein Tausendfüßler am 24. Juni zu einem Sommerfest im „Wuhletreff“ ein. In Wilster und Biebesheim etablieren lokale Träger ab Anfang Juni regelmäßige Gemeinschaftsfrühstücke.
Zusätzlich bieten Veranstaltungen wie das Lesefestival „Lautern liest“ in Kaiserslautern oder die Rosentage in Eltville im Juni Gelegenheiten für Senioren, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Experten werten solche niederschwelligen Angebote als wesentlichen Bestandteil einer ganzheitlichen Strategie zur Erhaltung der kognitiven Leistungsfähigkeit in einer alternden Gesellschaft.
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