Demenz, Faktoren

Demenz: Drei Faktoren können Erkrankung um 13 Jahre verzögern

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NYU-Langone-Studie zeigt: Vermeidung von Rauchen, Diabetes und Bluthochdruck im mittleren Alter verlängert die demenzfreie Lebenszeit um bis zu 13 Jahre.

Demenzrisiko: Drei Faktoren in der Lebensmitte können den Ausbruch um Jahre verzögern
Eine Person mittleren Alters in einer hellen, modernen medizinischen Umgebung, die einen gesunden Lebensstil symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die langfristige Gesundheit des Gehirns hängt maßgeblich von Entscheidungen und körperlichen Voraussetzungen im mittleren Lebensalter ab. Eine umfassende Untersuchung von NYU Langone, deren Ergebnisse im August 2026 im Fachjournal Neurology veröffentlicht wurden, zeigt eine deutliche Korrelation zwischen spezifischen Gesundheitsfaktoren und dem Zeitpunkt des Auftretens von Demenzerkrankungen. Den Daten zufolge kann die Vermeidung von drei zentralen Risikofaktoren den Beginn einer Demenz um bis zu 13 Jahre verzögern.

Langzeitstudie untersucht vaskuläre Risikofaktoren

Die Grundlage dieser Erkenntnisse bildet eine Beobachtungsstudie, an der 12.409 Erwachsene in den USA teilnahmen. Die Probanden wiesen zu Beginn der Untersuchung ein Durchschnittsalter von 56 Jahren auf. Über einen Zeitraum von insgesamt 26,3 Jahren verfolgten die Forscher den Gesundheitszustand der Teilnehmer, wobei im Verlauf der Studie 3.008 Demenzfälle registriert wurden.

Im Fokus der Untersuchung standen drei wesentliche Risikofaktoren im Alter zwischen 46 und 70 Jahren: das Rauchen, eine Diabetes-Erkrankung sowie Bluthochdruck. Die Analyse der NYU Langone konzentrierte sich darauf, wie sich das Vorhandensein oder Fehlen dieser Faktoren auf die Anzahl der Jahre auswirkt, die eine Person ohne kognitive Beeinträchtigungen lebt.

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Korrelation zwischen Gesundheitszustand und beschwerdefreien Jahren

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass jeder zusätzliche Risikofaktor im mittleren Lebensalter – definiert als die Spanne zwischen 48 und 68 Jahren – die demenzfreie Lebenszeit signifikant verkürzt. Teilnehmer, bei denen keiner der drei untersuchten Faktoren vorlag, blieben durchschnittlich 30,1 Jahre ohne Demenzsymptome.

Bei Probanden mit einem einzigen Risikofaktor sank dieser Durchschnitt auf 26,3 Jahre. Lagen zwei der Faktoren vor, reduzierte sich die Zeitspanne auf 21 Jahre. Teilnehmer, die unter allen drei Bedingungen – also Diabetes, Bluthochdruck und dem Status als Raucher – litten, blieben im Schnitt lediglich 17 Jahre ohne Demenz. Die Vermeidung aller drei Faktoren resultiert laut der in der Fachzeitschrift Neurology publizierten Arbeit in 12,6 zusätzlichen Jahren ohne eine entsprechende Diagnose. Insgesamt wurde festgestellt, dass das Demenzrisiko bei Vorliegen aller drei Faktoren um das 2,69-Fache höher ist als bei Personen ohne diese Belastungen.

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Demografische Unterschiede im Beobachtungszeitraum

Neben den gesundheitlichen Faktoren identifizierte die Studie auch statistische Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht und die ethnische Zugehörigkeit. Frauen lebten der Untersuchung zufolge mit durchschnittlich 18,1 Jahren länger ohne Demenz als Männer, deren beschwerdefreier Zeitraum bei 16,6 Jahren lag.

Auch hinsichtlich der ethnischen Herkunft zeigten sich Abweichungen in den Daten der US-Erwachsenen. Weiße Teilnehmer blieben im Durchschnitt 19,6 Jahre ohne Demenzsymptome, während dieser Wert bei schwarzen Teilnehmern bei 16,0 Jahren lag. Diese Differenzierungen unterstreichen die Komplexität der Präventionsarbeit und die Notwendigkeit, gesundheitliche Risiken im mittleren Lebensalter frühzeitig zu adressieren, um die kognitive Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Die Forscher betonen durch die Ergebnisse der NYU-Langone-Studie die Relevanz einer stabilen gesundheitlichen Verfassung bereits in der Lebensmitte für die langfristige Gehirngesundheit.

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