Delta-Flug, DL591

Delta-Flug DL591: Hacker versuchten Passagier-Daten über Fake-WLAN zu stehlen

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Unbekannte Täter installierten gefälschte WLAN-Zugänge an Bord eines Delta-Flugs, um Passagierdaten abzugreifen. Die Bundesbehörden ermitteln.

Delta Air Lines: Hacker-Angriff auf Bord-WLAN während Flug DL591
Ein Passagier sitzt in einem Flugzeug und arbeitet an einem Laptop, während das Licht des Bildschirms das Gesicht beleuchtet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Auf einem Flug der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines von Las Vegas nach Atlanta ist es vor wenigen Tagen zu einem schwerwiegenden Cybersicherheitsvorfall gekommen. Unbekannte Akteure versuchten, über eine manipulierte Netzwerkumgebung sensible Daten der Passagiere zu erbeuten. Der Vorfall auf der Flugnummer DL591 am 10. August 2026 hat inzwischen eine Untersuchung durch US-Bundesbehörden nach sich gezogen.

Ablauf des Vorfalls und Reaktion der Besatzung

Während des Fluges identifizierten Sicherheitsexperten an Bord unautorisierte WLAN-Netzwerke, die unter den Bezeichnungen „Delta WiFi Fast“ sowie „DELTA WIFI FAST“ betrieben wurden. Diese SSID-Namen imitierten den offiziellen Internetdienst der Fluggesellschaft, um Reisende zur Einwahl in eine bösartige Infrastruktur zu bewegen.

Nachdem die Unregelmäßigkeiten entdeckt worden waren, reagierte die Besatzung der Maschine umgehend. Das bordeigene WLAN-System wurde für einen Zeitraum von 30 Minuten vollständig deaktiviert, um die Verbindungsmöglichkeiten zu den gefälschten Zugangspunkten zu unterbinden. Ein offizieller Notfall wurde für den Flug nicht ausgerufen, und die Maschine konnte ihre Reise nach Atlanta ohne weitere Zwischenfälle fortsetzen.

In einer Stellungnahme betonte Delta Air Lines, dass die Sicherheit der Flugzeugsysteme zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen sei. Das Unternehmen erklärte, dass keine kritischen Bordsysteme gehackt wurden oder gefährdet waren. Der Angriff zielte demnach ausschließlich auf die Endgeräte und die darauf befindlichen Daten der Fluggäste ab.

Technischer Hintergrund und Ziel des Angriffs

Branchenberichten zufolge nutzten die Hintermänner eine sogenannte Denial-of-Service-Technik (DoS). Mit diesem Verfahren störten sie offenbar die legitime Verbindung zum echten Bord-WLAN, um die Geräte der Passagiere zu einer Neuverbindung zu zwingen. In vielen Fällen wählen sich Smartphones und Laptops automatisch in das vermeintlich stärkere oder einzig verfügbare Netzwerk mit bekanntem Namen ein.

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Das primäre Ziel des Angriffs war der Diebstahl von Anmeldedaten. Die Täter hatten es insbesondere auf SkyMiles-Logins, das Vielfliegerprogramm von Delta, sowie auf andere persönliche Zugangsdaten abgesehen, die über die gefälschten Portalseiten eingegeben wurden.

Ein besonderer Aspekt des Vorfalls ist die Passagierstruktur auf diesem spezifischen Flug. Unter den Reisenden befanden sich zahlreiche Teilnehmer der namhaften Cybersecurity-Konferenz DEF CON 34, die zuvor in Las Vegas stattgefunden hatte.

Ob die Angreifer gezielt Experten aus der Sicherheitsbranche ins Visier nehmen wollten oder ob die Entdeckung des Betrugsversuchs durch die Anwesenheit dieser Fachleute beschleunigt wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere

Trotz der Schwere des versuchten Datendiebstahls wurden bei der Landung in Atlanta keine unmittelbaren Festnahmen durch Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Allerdings wurde bestätigt, dass eine bundesstaatliche Untersuchung eingeleitet wurde, um die Verantwortlichen für die Einrichtung des gefälschten Netzwerks zu identifizieren.

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Juristen und IT-Sicherheitsexperten nutzen den Vorfall, um auf die Risiken öffentlicher Funknetzwerke hinzuweisen. Passagieren wird dringend empfohlen, die Funktion zum automatischen Verbinden („Auto-Join“) auf ihren mobilen Endgeräten zu deaktivieren.

Zudem sollte vor jeder Anmeldung der exakte Netzwerkname verifiziert werden. Als eine der effektivsten Schutzmaßnahmen gilt die Verwendung eines Virtual Private Network (VPN), das den gesamten Datenverkehr verschlüsselt und so den Zugriff durch unbefugte Dritte in manipulierten Netzwerken verhindert.

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