Dell XPS 13: Windows 11 frisst 70% RAM schon im Ruhezustand
04.06.2026 - 01:39:24 | boerse-global.deErste Tests des Einstiegsmodells zeigen ein gravierendes Problem: Windows 11 belegt bereits im Ruhezustand rund 70 Prozent des Arbeitsspeichers.
Speicherfresser im Leerlauf
Technische Untersuchungen auf der Computex in Taipeh offenbarten, dass das Dell XPS 13 mit 8 Gigabyte RAM schon vor dem Start anspruchsvoller Anwendungen unter Druck gerät. Rund 5,6 Gigabyte des verfügbaren Arbeitsspeichers werden allein vom Betriebssystem und vorinstallierter Software belegt.
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Branchenbeobachter führen den hohen Grundverbrauch auf Windows-11-Startprogramme, Hintergrundprozesse und die vorinstallierte Software zurück. Das Ergebnis: ein deutlicher Kontrast zum direkten Konkurrenten MacBook Neo. Apples Gerät startet ebenfalls mit 8 Gigabyte RAM, schafft es aber, rund 60 Anwendungen gleichzeitig flüssig auszuführen. Die Unterschiede in der Speicherverwaltung zwischen Windows 11 und dem Apple-Ökosystem könnten kaum deutlicher ausfallen.
Technische Daten und Design
Abseits der Speicherprobleme bringt das neue XPS 13 einige beachtliche Hardware-Updates mit. Herzstück ist der Intel Core Series 3 Prozessor (Codename Wildcat Lake), gefertigt im 18A-Verfahren. Der Chip enthält eine dedizierte Neural Processing Unit (NPU) mit 18 TOPS, die Gesamtleistung für KI-Aufgaben liegt bei 40 TOPS.
Das Display misst 13,4 Zoll, bietet 2,5K-Auflösung und eine Touch-Funktion mit 120 Hertz Bildwiederholrate – deutlich flüssiger als die 60 Hertz des MacBook Neo. Das Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium wiegt rund ein Kilogramm und ist nur 12,7 Millimeter dünn. Zur Ausstattung gehören Wi-Fi 7 und zwei USB-C-Anschlüsse mit Thunderbolt-Unterstützung. Allerdings fehlt ein klassischer Kopfhöreranschluss.
Erste Eindrücke von der Messe zeigen Licht und Schatten. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur und die schmalen Displayränder erhielten Lob, während die nach unten abstrahlenden Lautsprecher und ein ungleichmäßiges Trackpad – das sich am oberen Ende nur schwer drücken lässt – kritisiert wurden.
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Preise und Verfügbarkeit
Dell setzt auf eine gestaffelte Preisstrategie. Das Einstiegsmodell mit 8 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte SSD startet bei 699 Euro. Eine Variante mit 256 Gigabyte Speicher soll später folgen. Für Studenten gibt es einen Rabatt: 599 Euro bis September 2026.
Die Auslieferung beginnt im Juni 2026 in den USA und Australien, europäische Märkte folgen im Juli. Damit steht ein heißer Sommer im Wettbewerb mit dem 599 Euro teuren MacBook Neo bevor – und die Frage, ob Windows 11 mit seinen Hardware-Anforderungen die dünnen und leichten Geräte überfordert.
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