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Defense AX Hub in Pangyo: Südkorea trainiert Roboter für Minenräumung

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 15:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der neue Defense AX Hub bündelt Datensammlung und Robotiktraining; MobilTech stellte eine digitale Simulationsplattform vor.

Südkorea eröffnet KI-Zentrum für militärische Robotik in Pangyo
Ein minimalistisches, modernes Labor in einem Technologiezentrum mit industriellen Testgeräten und klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat im Technologiebezirk Pangyo südlich von Seoul den sogenannten Defense AX Hub eröffnet. Die Einrichtung dient als erste physische Basis der Streitkräfte für die Transformation im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Zentrum soll vor allem physische KI-Daten sammeln sowie das Training von humanoiden und mehrbeinigen Robotern für militärische Aufgaben vorantreiben.

Geplante Einsatzfelder und operative Anforderungen

Das Verteidigungsministerium sieht den künftigen Einsatz der Robotersysteme vor allem in gefährlichen Einsatzumgebungen vor. Dazu zählen der Transport in Gefahrenzonen, die Kampfmittelbeseitigung, das Räumen von Landminen sowie die chemische und biologische Aufklärung.

Übergeordnetes Ziel ist es, die Risiken für Einsatzkräfte zu reduzieren und die Durchhaltefähigkeit der Truppe zu verbessern. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Systeme im Feld muss allerdings noch validiert werden.

An der Eröffnungsfeier am Startup Campus im Pangyo Techno Valley nahmen rund 150 Personen teil, darunter Repräsentanten der Ministerien für Wissenschaft und ICT, für Handel, Industrie und Energie, für KMU und Startups sowie des Nationalen KI-Strategiekomitees.

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Verteidigungsminister Kang Shin-cheol leitete die Veranstaltung und enthüllte gemeinsam mit Ha Jungwoo, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Nationalen KI-Strategiekomitees, das offizielle Schild der Einrichtung. Im Rahmen einer Vorführung salutierte zudem ein KI-gestützter Roboter vor dem Minister.

Bei einem begleitenden Symposium führte Verteidigungsminister Kang Shin-cheol aus, dass sich das nukleare Zeitalter dem Ende zuneige und künstliche Intelligenz eine neue Phase der Abschreckung einleite.

Auf lange Sicht könne die Technologie Atomwaffen als primäres Mittel der Abschreckung ablösen. Sie bilde das Fundament künftiger Streitkräfte, um Einsätze schneller, präziser und effektiver zu entscheiden. Als wesentliche Voraussetzung für diesen Wandel nannte er klar definierte operative Konzepte.

Zusammenarbeit mit Wissenschaft und zivilen Unternehmen

Der Standort in Pangyo konzentriert sich auf physische KI und wird von der Armee, dem Generalstab und den Teilstreitkräften in Kooperation mit zivilen Partnern geführt. Als wissenschaftliche Leitinstitution zeichnet die Ajou University für Forschung und Testreihen verantwortlich. Die Hannam University bringt eine gemeinsame Infrastruktur in das Vorhaben ein.

Am 12. Oktober 2026 präsentierte das Technologieunternehmen MobilTech bei der Eröffnung seine Simulationsplattform für digitale Zwillinge. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit der Agency for Defense Development an einer Test- und Evaluierungsumgebung für unbemannte autonome Militärfahrzeuge, deren Fertigstellung bis April 2028 geplant ist.

Das Projekt umfasst ein digitales Abbild einer rund 10 Kilometer langen Teststrecke am Testzentrum in Changwon und bildet Oberflächen, Bodenbeschaffenheiten, Sensordaten sowie Wetterphänomene wie Regen, Schnee und Nebel virtuell ab.

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Ausbau eines landesweiten Forschungsnetzwerks

Der Hub in Pangyo bildet den Auftakt für insgesamt fünf spezialisierte militärische KI-Zentren in Südkorea. Für das übergreifende Kooperationsprogramm sind im Jahr 2026 insgesamt 19 Mrd. Won vorgesehen.

Der weitere Ausbau folgt einem festen Zeitplan: Am 13. Oktober 2026 eröffnet der Generalstab gemeinsam mit der Korea University einen Standort in Yongsan, der sich unter Einbindung klassifizierter Daten auf Führungs- und Kontrollsysteme konzentriert. Am 28. Oktober 2026 folgt die Seoul National University in Yangjae mit einem Zentrum für automatische Zielidentifikation der Luftwaffe.

Das KAIST eröffnet am 3. November 2026 in Daejeon einen Hub für autonome KI-Agenten der Armee, bevor am 6. November 2026 die UNIST in Busan gemeinsam mit der Marine und der Marineinfanterie eine Basis für intelligente Logistik und maritime KI in Betrieb nimmt.

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