Datenschutz bei Banken: 80% mit kritischen Mängeln laut Studie
Veröffentlicht am: 14.07.2026 um 17:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Zentrum steht das systematische Löschen von Browser- und Suchverläufen. Das schützt die Privatsphäre, verhindert Identitätsdiebstahl und steigert die Leistungsfähigkeit von Endgeräten.
So bereinigen Sie Ihre Spuren richtig
Sicherheitsexperten von Avira raten: Browser- und Suchverläufe sollten mindestens zweimal pro Monat gelöscht werden. Der Schritt schützt persönliche Informationen vor unbefugtem Zugriff – und kann Geräte beschleunigen.
Bei Google-Diensten führt der Weg zur Datenlöschung über die zentralen Kontoeinstellungen im Bereich „Daten und Datenschutz“. Dort lassen sich Aktivitäten gezielt entfernen. Auch Pinterest bietet mit dem „Homefeed-Tuner“ ein Werkzeug, um gesuchte Inhalte zu verwalten und Interessenprofile zu entzerren.
Wichtig zu wissen: Der Inkognito-Modus schützt zwar lokale Daten. Er gewährt aber keine Anonymität gegenüber Internetdienstanbietern – vor allem nicht bei aktiver Anmeldung in Benutzerkonten.
Deutsche Banken: 80 Prozent mit Datenschutz-Mängeln
Die Notwendigkeit privater Schutzmaßnahmen zeigt eine aktuelle Untersuchung des Analysedienstes Decareto. Von 25 großen deutschen Banken wiesen 80 Prozent Mängel beim Datenschutz auf. Die Studie wurde im Juli 2026 veröffentlicht.
Die Details sind alarmierend: Consent-Banner waren bei vier von fünf Instituten fehlerhaft implementiert. 76 Prozent der Banken setzten nicht notwendige Cookies ohne Einwilligung der Besucher ein. Ein Großteil der Seiten lud externe Dienste von Google bereits vor der Zustimmung der Nutzer. Zudem hatten 72 Prozent der Institute unvollständige Datenschutzerklärungen.
Die Folge: Verbraucher müssen ihre Datenspuren zunehmend selbst kontrollieren – durch manuelle Löschvorgänge.
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Windows-Nutzer aufgepasst: Neue Kontrollmöglichkeiten
Parallel zur Browser-Hygiene rücken systemintegrierte Identifikationsmerkmale in den Fokus. Microsoft verwendet für Windows einen Global Device Identifier (GDID). Dieser eindeutige Code wird bei der Einrichtung mit einem Microsoft-Konto erstellt und bleibt dauerhaft bestehen.
Sicherheitsbehörden wie das FBI nutzen solche IDs bereits zur Identifizierung von Systemen. Kritiker bemängeln die unzureichende Transparenz bei der Verknüpfung mit Telemetriedaten.
Besserung ist in Sicht: Für das im Herbst 2026 erwartete Windows 11 26H2 werden erweiterte Datenschutz-Schalter getestet. Sie sollen es ermöglichen, Web- und Store-Ergebnisse in der systemweiten Suche komplett zu deaktivieren. Die Suche wird zudem so überarbeitet, dass lokale Treffer bevorzugt und Werbeeinblendungen reduziert werden.
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Auch Signal führt neue Administrationsrechte ein – sie ermöglichen das Löschen von Nachrichten in Gruppen. Bei WhatsApp bleibt die Lage komplexer: Chats sind zwar Ende-zu-Ende-verschlüsselt, doch Metadaten wie Telefonnummern und Nutzungsstatistiken teilt der Dienst weiterhin mit dem Mutterkonzern. Für sicherheitsbewusste Anwender werden datenschutzfreundlichere Alternativen damit zur echten Option.
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