Datenleck, ShinyHunters

Datenleck: ShinyHunters kompromittiert 11,6 Millionen E-Mail-Adressen

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 15:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsportal meldet Leck mit 11,6 Millionen E-Mail-Adressen. ShinyHunters soll Daten von Brinks Home und Exact Sciences veröffentlicht haben.

HIBP bestätigt Datenabfluss: Millionen E-Mail-Adressen von Brinks Home und Exact Sciences betroffen
Dunkler Serverraum mit leuchtenden LED-Anzeigen als Symbol für einen Datendiebstahl und Sicherheitsvorfall. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Sicherheitsportal „Have I Been Pwned“ (HIBP) hat am heutigen Samstag den Abfluss von Nutzerdaten aus zwei neuen Sicherheitsvorfällen bestätigt. Die Datensätze werden der Hackergruppe ShinyHunters zugeschrieben und betreffen den Sicherheitsdienstleister Brinks Home sowie das zum Abbott-Konzern gehörende Unternehmen Exact Sciences. Insgesamt umfasst das Leck die E-Mail-Adressen von über 11,6 Millionen Betroffenen.

Bei dem Einbruch in die Systeme von Brinks Home wurden laut den Analysen des Portals 732.000 eindeutige E-Mail-Adressen kompromittiert. Ein erheblicher Teil dieser Daten, nämlich rund 78 Prozent, war dem Sicherheitsdienst bereits aus früheren, unabhängigen Vorfällen bekannt. Weitaus gravierender stellt sich die Situation bei dem Anbieter medizinischer Diagnostik, Exact Sciences, dar. Hier wurden 10,9 Millionen E-Mail-Adressen identifiziert, wobei die Überschneidungsrate mit bereits bekannten Datenlecks bei etwa 75 Prozent liegt.

Vishing als Einfallstor bei Exact Sciences

Die Hintergründe zum Vorfall bei Exact Sciences deuten auf eine gezielte Methode hin. Berichten zufolge verschafften sich die Akteure von ShinyHunters mittels Voice-Phishing (Vishing) Zugriff auf die Unternehmensinfrastruktur. Dabei werden Mitarbeiter am Telefon gezielt manipuliert, um Zugangsdaten preiszugeben.

Der Datendiebstahl bei Exact Sciences wurde bereits am 16. Juli 2026 offengelegt und zuletzt am 5. August 2026 aktualisiert. Das Unternehmen räumte ein, dass die Angreifer Zugriff auf persönliche Informationen sowie sensible Gesundheitsdaten erhalten hatten. Nachdem die Hackergruppe die gestohlenen Informationen am 7. August 2026 veröffentlicht hatte, wurden sie noch am selben Tag in die Datenbank von HIBP integriert. In diesem Zusammenhang berichteten Branchenmedien unter Berufung auf Abbott, dass man im Nachhinein betrachtet das geforderte Lösegeld hätte zahlen sollen.

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Unbestätigte Behauptungen der Angreifer

Neben den bereits verifizierten E-Mail-Adressen stellt ShinyHunters weitere Behauptungen über das Ausmaß der Beute auf, die bislang jedoch nicht unabhängig bestätigt werden konnten. Die Gruppe gibt an, insgesamt 30 Millionen Datensätze entwendet zu haben. Darunter sollen sich Schätzungen der Hacker zufolge rund eine Million Sozialversicherungsnummern sowie 7,5 Millionen Geburtsdaten befinden.

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Die Bestätigung durch „Have I Been Pwned“ unterstreicht die Relevanz der Vorfälle für betroffene Nutzer. Da ein Großteil der E-Mail-Adressen bereits in anderen Lecks auftauchte, weist dies auf ein anhaltendes Risiko durch die Aggregation gestohlener Informationen hin. Experten für Cybersicherheit raten in solchen Fällen grundsätzlich zur Prüfung der eigenen Konten und zur Verwendung individueller Anmeldedaten für verschiedene Dienste.

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