Datenleck, Manchester

Datenleck bei Manchester Airports: 8,7 Millionen Kunden betroffen

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 08:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei MAG könnten Kontaktdaten von bis zu 8,7 Millionen Kunden abgeflossen sein. Der Flugbetrieb blieb unbeeinträchtigt, mehrere Online-Dienste pausieren.

Manchester Airports Group: Cyberangriff gefährdet Kundendaten
Leere, moderne Flughafen-Terminalhalle mit Glasfassade und indirekter Beleuchtung ohne Personen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Manchester Airports Group (MAG), Betreiberin der Flughäfen Manchester, Stansted und East Midlands, ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Nach eigenen Angaben könnten die Daten von bis zu 8,7 Millionen Kunden kompromittiert worden sein. Betroffen sind demnach E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Postleitzahlen und Fahrzeugregistrierungen. Zahlungsdaten seien nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen.

Angreifer forderten Lösegeld – MAG lehnte ab

Die Angreifer sollen von MAG ein Lösegeld gefordert haben, das das Unternehmen jedoch verweigerte. Details zur Höhe der Forderung oder zur Identität der Angreifer wurden nicht bekannt. Der Flugbetrieb sowie die operativen Systeme an allen drei betroffenen Standorten seien von dem Angriff nicht beeinträchtigt worden, teilte MAG mit.

Vorsichtsmaßnahmen und eingeschränkte Dienste

Als Reaktion auf den Vorfall hat MAG den Online-Dienst „Manage My Booking“ vorsorglich offline genommen. Zusätzlich sind Dienstleistungen wie Parkplatzbuchungen, Lounge-Zugänge, Fast-Track-Services und WLAN-Angebote von den Einschränkungen betroffen. Wann diese Dienste wieder vollständig verfügbar sein werden, ist derzeit offen.

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Erhöhtes Phishing-Risiko für betroffene Kunden

Sicherheitsexperten warnen im Zusammenhang mit dem Vorfall vor einer erhöhten Gefahr durch Phishing-Angriffe. Die gestohlenen Kontaktdaten könnten Kriminellen als Grundlage dienen, um gezielte Betrugsversuche gegen betroffene Kunden zu starten – etwa durch gefälschte E-Mails oder SMS-Nachrichten, die vorgeben, von MAG oder verbundenen Dienstleistern zu stammen.

Betroffene Kunden können über die Plattform haveibeenpwned.com überprüfen, ob ihre Daten im Rahmen des Vorfalls kompromittiert wurden. Zudem wird empfohlen, betroffene Passwörter zu ändern und in den kommenden Wochen besonders wachsam gegenüber verdächtigen Nachrichten zu sein, die persönliche Informationen abfragen oder zu Klicks auf unbekannte Links auffordern.

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Bedeutung für Betroffene

Der Vorfall bei MAG reiht sich in eine Serie von Cyberangriffen auf Infrastrukturbetreiber ein, bei denen Kundendaten im großen Stil abfließen. Auch wenn keine Zahlungsdaten betroffen sind, bergen bereits Kombinationen aus E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Postleitzahl erhebliches Missbrauchspotenzial für Identitätsdiebstahl und zielgerichtete Betrugsmaschen.

Betroffene sollten insbesondere bei Nachrichten, die angeblich von Flughafenbetreibern oder Buchungsdiensten stammen und zur Eingabe persönlicher Daten auffordern, besondere Vorsicht walten lassen.

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