Datenleck, Evertec

Datenleck bei Evertec: Kreditkartendaten Tausender Kunden offengelegt

12.06.2026 - 10:06:48 | boerse-global.de

Ein Cyberangriff auf eine Drittanbieter-Plattform von Evertec legt sensible Finanzdaten offen. Die Behörden rufen zu erhöhter Vorsicht auf.

Evertec-Datenleck: Kreditkarten-Infos Tausender Kunden betroffen
Datenleck - A glowing red digital lock superimposed on a dark server rack, with data streams and binary code flowing around it. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein schwerwiegender Cybersicherheitsvorfall beim Zahlungsabwickler Evertec hat sensible Finanzdaten Tausender Kunden offengelegt. Die zuständige Behörde Puerto Ricos schlägt Alarm.

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Unbefugter Zugriff auf Drittanbieter-Plattform

Der Vorfall ereignete sich auf einer externen Plattform, die Evertec für seine Dienstleistungen nutzt. Wie die Puerto Rico Innovation and Technology Service (PRITS) am Donnerstag und Freitag mitteilte, gelangten Unbefugte an eine Reihe höchst sensibler Daten. Betroffen sind demnach Kreditkartennummern, Namen der Karteninhaber sowie Ablaufdaten. Darüber hinaus erbeuteten die Angreifer persönliche Identifikationsmerkmale wie Geburtsdaten und Telefonnummern.

PRITS-Direktor Poincaré Díaz Peña rief die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit auf. Er stellte jedoch klar: Die staatlichen Systeme Puerto Ricos seien nicht betroffen. Der Vorfall beschränke sich auf die Drittanbieter-Plattform. Dennoch: Wer Dienstleistungen nutzt, die über Evertec abgewickelt werden, sollte sofort handeln.

So schützen Sie sich vor Betrug

Die Behörde hat konkrete Schutzmaßnahmen veröffentlicht. An erster Stelle steht die genaue Überwachung aller Bank- und Kreditkartenkonten auf unberechtigte Transaktionen. PRITS empfiehlt zudem dringend, auf allen sensiblen Konten die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu aktivieren. Diese zusätzliche Sicherheitsebene kann im Ernstfall den entscheidenden Schutz bieten.

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Ein besonderes Risiko sehen die Experten in gezielten Phishing-Angriffen. Die gestohlenen Daten könnten genutzt werden, um täuschend echte Nachrichten zu verfassen. „Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen", warnt PRITS. Persönliche Daten sollten niemals über ungesicherte Kanäle preisgegeben werden.

Börse reagiert verhalten

Interessant ist die Reaktion der Finanzmärkte. Die Aktie von Popular, Inc. (BPOP), einem der betroffenen Unternehmen, legte am Donnerstag leicht um 0,1 Prozent zu. Ein Zeichen dafür, dass Anleger den Vorfall bislang als begrenztes Risiko einstufen. Die Lage bleibt jedoch angespannt. Evertec arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Schadensbegrenzung. PRITS versichert, die Entwicklung weiter zu beobachten und die Öffentlichkeit über notwendige Sicherheitsupdates zu informieren.

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