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Dashboard Touch: Mac-Nachrüstung mit Fingerabdruck unter 35 Dollar

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 19:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Open-Source-Projekt rüstet ältere Macs mit Fingerabdruckerkennung nach. Der Sensor simuliert eine Tastatur und gibt das Passwort automatisch ein.

Macs ohne Touch ID: DIY-Fingerabdrucksensor für unter 35 Dollar nachrüsten
Ein offenes MacBook auf einem Holztisch mit einem angeschlossenen DIY-Fingerabdrucksensor und Mikrocontroller. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwareentwickler und Unternehmer Anil Dash hat ein DIY-Projekt namens „Dashboard Touch" vorgestellt, das Macs nachträglich mit einem Fingerabdrucksensor ausstattet – für Gesamtkosten von unter 35 US-Dollar. Das Projekt richtet sich an Nutzer älterer Mac-Modelle, die keinen integrierten Touch-ID-Sensor besitzen, und zeigt exemplarisch, wie sich mit vergleichsweise günstiger Elektronik moderne Sicherheitsfunktionen nachrüsten lassen.

Wie die Bastellösung funktioniert

Für den selbstgebauten Sensor kombinierte Dash zwei Komponenten: einen Adafruit QT Py ESP32 für 12,50 US-Dollar sowie einen Fingerabdrucksensor des Typs Simlug R503-Klon für 39,95 US-Dollar. Die Kombination der Bauteile ergibt zwar rechnerisch einen Betrag oberhalb der genannten 35 US-Dollar, laut Dash lässt sich das Projekt aber insgesamt für unter diesen Betrag realisieren.

Technisch löst „Dashboard Touch" das Fehlen einer nativen Touch-ID-Schnittstelle auf älteren Macs pragmatisch: Der Sensor imitiert gegenüber dem Mac eine angeschlossene Tastatur und tippt nach erfolgreicher Fingerabdruckerkennung automatisch das hinterlegte Passwort ein. Statt also tief in die Systemarchitektur von macOS einzugreifen, umgeht das Projekt die fehlende Hardware-Unterstützung über einen simplen Trick auf Eingabeebene.

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Offener Zugang für Nachbauer

Dash hat das Projekt als Open Source auf der Entwicklerplattform GitHub veröffentlicht. Interessierte Bastler erhalten damit Zugriff auf Bauanleitung und zugrundeliegenden Code und können den Sensor eigenständig nachbauen oder anpassen.

Diese Offenheit ordnet sich in eine wachsende Szene von Hobbyisten ein, die alternde Apple-Hardware durch eigene Modifikationen funktional auf den Stand aktueller Geräte bringen wollen, statt in neue Hardware zu investieren.

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Einordnung in den Trend zur Aufwertung älterer Hardware

Projekte wie „Dashboard Touch" fügen sich in eine breitere Bewegung ein, in der Nutzer und unabhängige Entwickler älteren Apple-Geräten mit vergleichsweise geringem finanziellen und technischen Aufwand neue Funktionen verleihen.

Während Apple selbst mit kommenden Betriebssystem-Versionen zunehmend auf aktuelle Apple-Silicon-Hardware setzt, bieten community-getriebene Lösungen wie die von Dash eine Möglichkeit, bestehende Geräte länger sinnvoll im Alltag einzusetzen.

Für Besitzer älterer Macs ohne Touch ID stellt das Projekt damit eine kostengünstige Alternative zu einem Geräteupgrade dar – allerdings mit dem Hinweis, dass es sich um eine inoffizielle, community-basierte Bastellösung handelt und nicht um eine von Apple unterstützte Funktion.

Wer sich an den Nachbau wagt, benötigt neben den beiden genannten Hardware-Komponenten grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Mikrocontrollern und der auf GitHub bereitgestellten Firmware.

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