DASH-Diät, Demenzrisiko

DASH-Diät: 41 Prozent weniger Demenzrisiko in Großstudie mit 160.000 Personen

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 21:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Metaanalyse belegt geringen Nutzen vieler Nahrungsergänzungsmittel. Die DASH-Diät zeigt hingegen starke Effekte auf Blutdruck und Kognition.

Supplemente oft wirkungslos: DASH-Diät senkt Demenzrisiko deutlich
DASH-Diät - Nahaufnahme einer stilisierten Anordnung von frischem Obst und Gemüse, darunter Beeren, Blattgemüse und Zitrusfrüchte. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Doch die Wissenschaft wird immer skeptischer. Eine aktuelle Metaanalyse im British Medical Journal (BMJ) zeigt: Bei gesunden Erwachsenen mit ausgewogener Ernährung bringen viele Supplemente kaum etwas.

Die Auswertung von 69 randomisierten Studien mit über 153.000 Teilnehmern ergab: Vitamin D und Kalzium senken das Frakturrisiko nicht signifikant. Eine Supplementierung wird nur bei nachgewiesenem Mangel, Osteoporose oder gestörter Nährstoffaufnahme empfohlen.

Die DASH-Diät überzeugt mit harten Zahlen

Ganz anders sieht es bei komplexen Ernährungsstrategien aus. Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) senkt den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 11 mmHg, den diastolischen um 5,5 mmHg. Das belegt eine Studie im New England Journal of Medicine.

Noch beeindruckender: Eine Untersuchung mit 160.000 Erwachsenen in JAMA Neurology zeigt, dass die konsequente Einhaltung dieser Ernährungsform das Risiko für kognitiven Abbau um 41 Prozent reduziert.

Auch vegetarische Ernährung senkt nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Hier ist jedoch eine gezielte Zufuhr kritischer Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und Kalzium essenziell.

110 bioaktive Moleküle entdeckt

Das Imperial College London setzte eine spezialisierte KI-Plattform ein. Ergebnis: In Tee, Trauben, Karotten und Kohlgemüse fanden die Forscher 110 bioaktive Moleküle, die ähnlich wirken könnten wie bestimmte Krebsmedikamente.

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Daten der UK Biobank mit 93.000 Teilnehmerinnen deuten zudem darauf hin: Eine flavonoidreiche Ernährung senkt das Brustkrebsrisiko.

Ballaststoffe gewinnen in der klinischen Behandlung an Bedeutung. Eine im Juni 2026 veröffentlichte S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie empfiehlt 30 Gramm täglich – für Rheuma-Patienten zur Senkung des kardiovaskulären Risikos. Der deutsche Durchschnitt liegt bei mageren 18 Gramm.

Versteckte Risiken im Alltag

Während Kirschen mit ihren Anthocyanen entzündungshemmend wirken und Olivenöl mit einer höheren Lebenserwartung assoziiert wird, gibt es auch klare Warnsignale. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) warnt: Täglicher Konsum von 50 Gramm verarbeitetem Fleisch erhöht das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent. Auch stark zuckerhaltige Getränke stehen im Verdacht, das Risiko für Leber- und Gallengangskrebs zu erhöhen.

Bund startet großes Ernährungsmonitoring

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Das Max Rubner-Institut hat Anfang Juli im Auftrag des Bundesministeriums ein nationales Ernährungsmonitoring gestartet. An 120 Standorten, darunter Dortmund, werden über 3.000 Personen befragt und untersucht. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige ernährungspolitische Entscheidungen dienen.

Die Botschaft der Wissenschaft ist klar: Statt wahllos zu supplementieren, lohnt sich der Blick auf die gesamte Ernährungsweise. Die DASH-Diät zeigt, wie effektiv das sein kann.

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