DASH-Diät, Demenzrisiko

DASH-Diät: 41 Prozent weniger Demenzrisiko in großer Studie

07.07.2026 - 05:53:55 | boerse-global.de

Studie belegt: DASH-Diät senkt Blutdruck und reduziert Demenzrisiko deutlich. Ballaststoffe und Olivenöl zeigen weitere positive Effekte auf die Gesundheit.

Ernährung als Medizin: DASH-Diät senkt Demenzrisiko um 41 Prozent
DASH-Diät - Eine Hand legt eine pflanzliche Omega-3-Kapsel neben Walnüssen, Leinsamen und einem Glas Wasser auf einen Holztisch. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Wissenschaft wird immer genauer: Bestimmte Ernährungsstrategien können Bluthochdruck senken, Cholesterinwerte verbessern und sogar das Demenzrisiko reduzieren. Doch nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel hält, was es verspricht.

DASH-Diät: Blutdruck runter, Hirn geschützt

Eine aktuelle Studie mit rund 160.000 Teilnehmern liefert beeindruckende Zahlen. Die DASH-Diät senkt den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 11 mmHg, den diastolischen um 5,5 mmHg. Gleichzeitig sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent und für Schlaganfälle um 19 Prozent.

Noch spannender: Das Risiko für kognitiven Abbau reduzierte sich um 41 Prozent. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin JAMA Neurology veröffentlicht.

Ballaststoffe: Die unterschätzte Waffe

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) veröffentlichte am 19. Juni eine neue S3-Leitlinie. Sie empfiehlt Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen täglich 30 Gramm Ballaststoffe. Der durchschnittliche Konsum in Deutschland liegt bei gerade mal 18 Gramm.

Ballaststoffe stabilisieren die Darmbarriere, beeinflussen das Mikrobiom und senken Entzündungsmarker. Für viele Patienten bedeutet das: deutlich mehr Vollkorn, Hülsenfrüchte und Gemüse auf dem Speiseplan.

Avocado und Olivenöl: Kleine Mengen, große Wirkung

Bestimmte Lebensmittel punkten mit besonderen Inhaltsstoffen. Der regelmäßige Konsum von Avocados verbessert nicht nur die Cholesterinwerte, sondern auch Gedächtnis und Konzentration. Olivenöl zeigt bereits bei einem Esslöffel täglich positive Effekte auf die Lebenserwartung.

Anzeige

Die DASH-Diät senkt nachweislich das Demenzrisiko um 41 Prozent. In unserem kostenlosen Report erhalten Sie den kompletten 7-Tage-Ernährungsplan, eine Checkliste der besten hirnschützenden Lebensmittel und Tipps, welche Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind. Jetzt kostenlosen DASH-Report anfordern

Das Imperial College London nutzte Künstliche Intelligenz, um 7.900 bioaktive Moleküle zu analysieren. Ergebnis: 110 potenziell krebshemmende Wirkstoffe wurden identifiziert. Sie stecken vor allem in Tee, Weintrauben, Sellerie und Kohlgemüse. Flavonoide und Terpenoide stehen dabei im Fokus der Forschung.

Nahrungsergänzungsmittel: Vorsicht geboten

Der Markt boomt. Omega-3-Fettsäuren, Spermidin und Kollagen sind gefragt wie nie. Auch proteinreiche Produkte liegen im Trend. Doch Experten warnen: Herkömmliche Multivitaminpräparate senken das Risiko für chronische Krankheiten nicht signifikant.

Besonders gefährlich wird es bei Überdosierung. Fettlösliche Vitamine sowie Zink und Eisen können Vergiftungserscheinungen auslösen. Anfang Juli kam ein neues Kombinationspräparat auf Basis von Chinarindenextrakt und Magnesium auf den Markt. Es enthält B-Vitamine, ist aber nicht für Schwangere oder Menschen mit G6PD-Mangel geeignet.

Lipoprotein(a): Der unterschätzte Risikofaktor

Für die Risikoeinschätzung gewinnt ein spezifischer Marker an Bedeutung. Eine Analyse im European Journal of Preventive Cardiology bestätigt: Lipoprotein(a) ist ein verlässlicher Mortalitätsmarker bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko. Die Daten basieren auf der NHANES-III-Studie.

Neue Medikamente: Semaglutid als Tablette

Anzeige

Bluthochdruck und Demenz hängen enger zusammen als gedacht. Die DASH-Diät senkt den Blutdruck um bis zu 11 mmHg und reduziert das Risiko für kognitiven Abbau um 41 Prozent. Starten Sie noch heute mit unserem praxiserprobten 7-Tage-Plan. DASH-Ernährungsplan jetzt sichern

In der Adipositas-Therapie tut sich etwas. Semaglutid wurde im Juni in Tablettenform zugelassen und Anfang Juli in Großbritannien für den Privatmarkt freigegeben. In Deutschland bleibt der Wirkstoff in injizierbarer Form verschreibungspflichtig. Er ist für Patienten mit einem BMI ab 30 oder ab 27 bei Begleiterkrankungen vorgesehen.

Die Forschung arbeitet bereits an neuen Applikationsformen. Sublinguale Dünnfilme sollen die Bioverfügbarkeit und Patienten-Compliance bei GLP-1-Therapien verbessern.

de | wissenschaft | 69710150 |