Darmkrebs-Vorsorge, KI-System

Darmkrebs-Vorsorge: KI-System erhöht Polypen-Erkennung um 22%

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die CADeNCE-Studie mit über 334.000 Koloskopien zeigt für GI Genius eine um 22 Prozent höhere Adenom-Erkennungswahrscheinlichkeit.

Cosmo N.V.: GI Genius steigert Adenom-Erkennung in Studie
Ein steriler, modern gestalteter medizinischer Untersuchungsraum in einem Krankenhaus mit klinischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das Medizintechnikunternehmen Cosmo N.V. verzeichnet einen wissenschaftlichen Erfolg für sein KI-gestütztes Endoskopiesystem GI Genius. Wie aus der in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlichten CADeNCE-Studie hervorgeht, verbessert der Einsatz der Technologie die Erkennung von Adenomen bei Darmspiegelungen deutlich.

Laut Berichten vom 21. September 2026 belegt die von Dominitz et al. geleitete Untersuchung eine um 22 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für die Entdeckung von Adenomen durch den Einsatz des Systems.

Signifikante Steigerung der Detektionsraten

Die Studienergebnisse weisen eine Erhöhung der Adenom-Detektionsrate (ADR) von 50,7 Prozent in der Kontrollgruppe auf 54,9 Prozent an den Standorten nach, die das computergestützte System zur Detektion (CADe) nutzten.

Statistisch wird dieser Zuwachs mit einer adjustierten Odds Ratio (OR) von 1,22 angegeben, bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,15 bis 1,28. Dies entspricht einer um 22 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit, während der Untersuchung ein Adenom zu finden, sofern das System GI Genius zur Unterstützung bereitsteht.

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Nach Angaben von Cosmo handelt es sich bei der CADeNCE-Studie um die bislang größte Real-World-Studie ihrer Art im Bereich der computergestützten Koloskopie. Die Untersuchung basiert auf einem umfangreichen Datensatz von über 334.000 Koloskopien, die in Einrichtungen des US-Veteranenministeriums (US-VA) durchgeführt wurden.

Umfangreiches Studiendesign in US-VA-Einrichtungen

Das Design der Studie umfasste insgesamt 139 Einrichtungen der US-VA und die Beteiligung von 816 Endoskopikern. Dabei wurden 42 Einrichtungen, in denen 269 Endoskopiker tätig waren und die Zugriff auf das GI Genius-System hatten, mit 97 Kontrolleinrichtungen verglichen. In der Kontrollgruppe waren 547 Endoskopiker ohne KI-Unterstützung im Einsatz.

Die Ergebnisse der Untersuchung haben bereits praktische Konsequenzen für die medizinische Versorgung der Veteranen in den USA. Die US-VA weitete den Einsatz der CADe-Technologie mittlerweile auf sämtliche ihrer Koloskopie-Einrichtungen aus.

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Das an der Schweizer Börse SIX (Symbol: CMHC) und der Frankfurter Wertpapierbörse (Symbol: C43) gelistete Unternehmen Cosmo N.V. sieht durch die im Fachjournal Gastroenterology publizierten Daten die Wirksamkeit der künstlichen Intelligenz in der klinischen Früherkennung bestätigt.

Die Studie liefert Evidenz dafür, dass die Integration von KI-Systemen in den klinischen Alltag die Qualität der Darmkrebsvorsorge in großem Maßstab positiv beeinflussen kann.

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