Darmkrebs, Joghurt

Darmkrebs: Joghurt senkt Risiko um 20 bis 40 Prozent

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 06:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Studien belegen: Regelmäßiger Joghurtkonsum reduziert Darmkrebsrisiko deutlich. Auch Kreatin und Austernextrakte zeigen vielversprechende Effekte in der Krebsforschung.

Darmkrebs-Prävention: Joghurt senkt Risiko um bis zu 40 Prozent
Eine Stillleben-Anordnung von gesunden, darmfreundlichen Lebensmitteln: Joghurt, Beeren, Kefir, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Laut WHO und IARC wurden 2024 knapp 21 Millionen Fälle diagnostiziert – bis 2050 könnten es 34 Millionen sein. Neben Rauchverzicht und weniger Alkohol rückt die Ernährung in den Fokus.

Joghurt halbiert fast das Risiko

Forscher der Chung Shan Medical University in Taiwan werteten US-Gesundheitsdaten von 2001 bis 2020 aus. Das Ergebnis: Wer regelmäßig Joghurt, Prä- oder Probiotika konsumiert, erkrankt seltener an Darmkrebs. Von 9.405 Erwachsenen über 50 Jahren hatten Konsumenten eine Rate von 1,2 Prozent – in der Gruppe der Nichtkonsumenten lag sie mit 2,1 Prozent fast doppelt so hoch.

Eine im März 2026 veröffentlichte Analyse bestätigt den Trend: Regelmäßiger Joghurtkonsum senkt das Risiko für Tumore im oberen Dickdarm um 20 bis 40 Prozent. Verantwortlich sind offenbar Bifidobakterien. Fachleute warnen jedoch: Joghurt-Fans leben oft insgesamt gesünder – der Effekt bleibt aber auch nach Bereinigung um Alter, Gewicht und Rauchverhalten bestehen.

Kreatin und Austern als neue Hoffnungsträger

Die Forschung geht weiter. Eine UCLA-Studie aus 2026 in iScience zeigte im Mausmodell: Kreatin-Supplementierung stärkt die Aktivität von CD8+-T-Zellen und dendritischen Zellen – das verbessert die Tumorabwehr in nährstoffarmer Umgebung.

Auf einer Fachkonferenz in Florenz präsentierte die Universität Ferrara zudem Ergebnisse zu Extrakten aus getrocknetem Austernfleisch. Sie hemmen entzündliche Signalwege in Darmepithelzellen und schützen die Darmbarriere.

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Die Zahl der Krebsneuerkrankungen steigt rasant – doch Sie können aktiv gegensteuern. Aktuelle Studien zeigen: Regelmäßiger Joghurtkonsum senkt das Darmkrebsrisiko um 20 bis 40 Prozent. Holen Sie sich jetzt den kostenlosen Präventions-Plan mit Checkliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung. Jetzt Präventions-Plan sichern

Extremsportler besonders gefährdet?

Ein internationales Konsortium aus 64 Wissenschaftlern erarbeitete unter österreichischer Leitung einen Fahrplan für gesunde Ernährung und Bewegung. Ziel: Eine pflanzliche, vollwertige Kost als Mindeststandard in der Gesundheitsversorgung.

Besonders im Fokus: Extremsportler. Eine noch ungeprüfte Studie aus 2025 untersuchte Marathon- und Ultraläufer – 41 Prozent von 100 Sportlern hatten Darmpolypen oder Adenome. Zum Vergleich: In einer Münchner Studie lag der Wert bei nur 7,4 Prozent. Gastroenterologen raten Extremsportlern daher bereits ab 40 bis 45 Jahren zur Vorsorgekoloskopie. Die intensive Belastung und mögliche Darmblutungen gelten als Risikofaktoren.

Immuntherapie: 67 Prozent komplett tumorfrei

Auch therapeutisch tut sich etwas. Dr. Myriam Chalabi vom Netherlands Cancer Institute präsentierte auf der ESMO GI 2026 die NICHE-2-Studie: Patienten mit lokal fortgeschrittenem Kolonkarzinom erhielten eine neoadjuvante Immuntherapie mit Ipilimumab und Nivolumab. Bei 67 Prozent trat eine pathologische Komplettremission ein – nach drei Jahren kein Rezidiv. Das verstärkt die Diskussion über Organerhalt in spezifischen Fällen.

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Wussten Sie, dass Extremsportler ein erhöhtes Risiko für Darmpolypen haben? Doch auch ohne Extreme: Die richtige Ernährung kann Ihr Risiko drastisch senken. Unser Report zeigt, wie Joghurt und Probiotika Ihre Darmflora schützen. Kostenlosen Report anfordern

Für die Früherkennung stehen seit Mitte 2026 EU-weit hochpräzise Bluttests zur Verfügung. Sie liefern Einblicke in systemische Entzündungswerte – nicht nur in der Neurologie.

Toxikologische Studien der Universitätsmedizin Mainz unterstreichen zudem die Bedeutung körpereigener Schutzmechanismen. Die Forschung an DNA-Reparaturenzymen wie MGMT zeigt: Schon geringe Mengen von Karzinogenen können bei einem Mangel dieser Enzyme Tumore auslösen. Individuelle Präventionsansätze sind daher unverzichtbar.

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