Daegu eröffnet Testzentrum: 12.900 Quadratmeter für kabelloses Laden
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die südkoreanische Stadt Daegu hat auf dem Dalseong-Campus der Kyungpook National University ein neues Testzentrum für drahtlose Stromübertragung in Betrieb genommen. Die Anlage im Landkreis Dalseong-gun erstreckt sich über eine Fläche von 12.900 Quadratmetern im Innen- und Außenbereich.
Während im Hallenbereich Fabrik- und Logistikumgebungen nachgebildet werden, dient das Außengelände vor allem Erprobungen zum kabellosen Laden von Fahrzeugen und Robotersystemen, wie Medien am 1. Oktober 2026 berichteten.
Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und Logistikroboter
Das neu geschaffene Areal ist mit technischen Komponenten wie Leistungswandlern, Sende- und Empfangspads, Batteriesystemen sowie Kommunikationsgeräten ausgestattet. Vorgesehen sind dort umfassende Funktionstests für klassische Elektrofahrzeuge (EV) sowie für fahrerlose Transportfahrzeuge (AGV) und autonome mobile Roboter (AMR).
An der offiziellen Eröffnungsfeier nahmen rund 100 Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Forschung und Verwaltung teil. Daegu City verfolgt mit den dort erhobenen Daten das Ziel, bestehende technische Standards weiterzuentwickeln und regulatorische Normen zu verbessern.
Nach Einschätzung der Branche besitzt das Marktsegment erhebliches Potenzial: Das weltweite Volumen für drahtlose Energieübertragung soll von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 43,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen.
Finanzierung und regulatorischer Hintergrund
Das Projekt umfasst für den Zeitraum von 2024 bis 2026 eine Gesamtinvestition von 15 Milliarden Won. Davon stammen 7,5 Milliarden Won aus staatlichen Mitteln, 2,5 Milliarden Won stellt die Stadt Daegu bereit, und weitere 5 Milliarden Won steuert die Privatwirtschaft bei.
Während in Daegu auf 12.900 Quadratmetern Leistungswandler, Sende- und Empfangspads sowie Batteriesysteme unter realen Fabrik- und Logistikbedingungen getestet werden, fehlt in den meisten europäischen Werken noch jede belastbare Planungsgrundlage für kabelloses Laden. Wer seine E-Flotte und künftige AGV- und AMR-Systeme nicht nachträglich umbauen will, muss die Ladeinfrastruktur jetzt mitdenken — bevor die Konkurrenz mit validierten Daten in die Ausschreibung geht. Unser kostenloser Leitfaden bündelt die Integrations-Checkliste, den Stand der 85-kHz-Regulatorik und einen Fünf-Schritte-Plan für die Ladeplanung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft und IKT sowie der Korea Radio Promotion Association umgesetzt. Die Organisation obliegt der Industry-Academic Cooperation Group der Kyungpook National University; als Partner aus der Wirtschaft sind die Unternehmen Dongyang ENP und Bai Energy beteiligt.
Auf regulatorischer Ebene hatte das Ministerium für Wissenschaft und IKT bereits im Jahr 2022 das Frequenzband 85 Kilohertz speziell für das Laden von Elektrofahrzeugen zugewiesen.
Im Jahr 2023 wurden die Lizenzanforderungen für Pkw-Ladegeräte mit einer Leistung von bis zu 11 Kilowatt gelockert, gefolgt von Erleichterungen für industrielle Ladegeräte bis zu einem Kilowatt im Vorjahr. Im Jahr 2024 waren die Stadt Daegu und die Kyungpook National University als Betreiber für das aktuelle Großprojekt ausgewählt worden.
Parallele Demonstration autonomer Straßentransporte
Flankierend zur neuen Ladeinfrastruktur unterzeichnete Daegu City am 29. September 2026 eine Vereinbarung zur Demonstration autonomer Logistiksysteme. Das Gesamtvolumen dieser Initiative beläuft sich auf 12 Milliarden Won, die jeweils zur Hälfte von 6 Milliarden Won durch die Stadt und auf nationaler Ebene getragen werden.
Im Rahmen dieses Projekts haben am 1. Oktober 2026 insgesamt sieben autonome Fahrzeuge den Testbetrieb im regulären Straßennetz aufgenommen. Dabei werden vier verschiedene Logistikdienste auf der Mittel- und der sogenannten letzten Meile erprobt.
Das weltweite Volumen für drahtlose Energieübertragung soll von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 43,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen — doch die Lizenzanforderungen für industrielle Ladegeräte wurden erst schrittweise gelockert, und für viele Leistungsklassen fehlt bis heute eine klare Norm. Wer heute AGV- oder AMR-Flotten beschafft, riskiert, auf eine Ladeinfrastruktur zu setzen, die morgen nicht mehr zulassungsfähig ist. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, welche regulatorischen Leitplanken bereits stehen, welche noch in Arbeit sind und wie Sie Ihre Ladeplanung gegen beide Szenarien absichern. Regulatorik-Roadmap für Wireless Charging sichern
Größere Lkw mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen sowie 11,5 Tonnen übernehmen Transporte auf Hauptstraßen zwischen dem Industriekomplex und der Innenstadt.
Kleinere Transporter der 1-Tonnen-Klasse sowie Pkw wickeln dagegen Teiletransporte innerhalb des Industriekomplexes und Versorgungsfahrten im Technopolis ab. Das Angebot soll für die Nutzer zunächst kostenfrei bleiben, ehe ein Wechsel in einen regulären, kostenpflichtigen Betrieb vorgesehen ist.
