Cyberkriminalität: Malware lauert jetzt massiv in WhatsApp-Nachrichten
26.06.2026 - 16:24:18 | boerse-global.de
Kriminelle verschicken derzeit massenhaft Nachrichten, in denen sie angebliche Parkstrafen einfordern. Die Masche heißt Smishing – eine Mischung aus SMS und Phishing.
Die Asfinag stellt klar: Sie versendet grundsätzlich keine Zahlungsaufforderungen per SMS oder E-Mail. Empfänger solcher Nachrichten sollten keine Links öffnen und keinesfalls Geld überweisen. Die Betrugswelle ist Teil einer Serie von Angriffen, die derzeit verstärkt auf digitale Kommunikationswege setzen.
Malware lauert in WhatsApp-Nachrichten
Neben den gefälschten SMS beobachten Sicherheitsexperten von Kaspersky eine Zunahme von Schadsoftware über Messenger-Dienste wie WhatsApp. Die Angreifer nutzen kompromittierte Konten und verschicken infizierte Anhänge mit Endungen wie .vbs, .js, .scr oder .bat. Ziel ist es, Fernwartungssoftware auf den Geräten der Opfer zu installieren und sensible Daten abzugreifen.
Die Devise: Unerwartete Anhänge selbst von bekannten Kontakten nicht öffnen. Die Identität des Absenders sollte man über alternative Kanäle verifizieren.
Internationale Erfolge gegen Betrüger
Die Warnung kommt nicht von ungefähr. Die spanische Polizei zerschlug kürzlich eine Bande auf Mallorca und in Barcelona. Die Täter sollen rund 3.500 deutsche Opfer mit gefälschten Onlineshops und vorgetäuschten Banksicherheitsprüfungen geschädigt haben. Der Schaden: über neun Millionen Euro.
Da Kriminelle immer häufiger versuchen, über WhatsApp und gefälschte Bankprüfungen an sensible Daten zu gelangen, ist ein aktiver Schutz des Smartphones unerlässlich. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Auch Interpol meldet Erfolge. Im Rahmen der „Operation First Light 2026“ wurden in Südostasien 276 Verdächtige festgenommen. Die Ermittler sicherten Vermögenswerte von rund 701 Millionen US-Dollar und schalteten hunderte betrügerische Investment-Websites ab.
Die Dimension ist erschreckend: Allein in Deutschland lag das Schadensvolumen durch Cyberkriminalität im Vorjahr bei über 200 Milliarden Euro – bei mehr als 330.000 registrierten Fällen.
Wie schützt man sich?
Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer raten zu äußerster Vorsicht bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen. Besonders tückisch: Betrüger locken auf Plattformen wie TikTok mit gefälschten Nebenjob- oder Immobilienangeboten und verlangen Vorabzahlungen. In Tirol verlor eine Frau auf diese Weise rund 4.000 Euro.
Angesichts der enormen Schadenssummen durch Cyberkriminalität empfehlen IT-Experten, die Sicherheit des eigenen Smartphones nicht dem Zufall zu überlassen. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Leitfaden, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihre privaten Daten bei Online-Banking und Co. zuverlässig schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, Software regelmäßig updaten und misstrauisch sein. In Berlin präsentierten Schüler im Rahmen eines Wettbewerbs bereits eine KI-basierte Lösung, die betrügerische Anrufe in Echtzeit erkennt.
Unternehmen in kritischen Sektoren stehen zudem unter Druck: Die NIS2-Richtlinie sieht bei Verstößen gegen das Risikomanagement Bußgelder in Millionenhöhe vor.
