Cybercrime-Verluste, Milliarden

Cybercrime-Verluste: 20,9 Milliarden Dollar in 2025

17.06.2026 - 13:10:48 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen SIM-Swapping und Cloning, um SMS-TANs abzufangen. Experten raten zum Wechsel auf Authenticator-Apps als Schutz.

SIM-Swapping und Cloning: So kapern Betrüger Ihre Handynummer
Cybercrime-Verluste - Eine Nahaufnahme einer Hand, die eine SIM-Karte in ein Smartphone einlegt, mit einem digitalen Vorhängeschloss auf dem Bildschirm. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

SIM-Swapping und SIM-Karten-Cloning sind die Methoden der Wahl.

So funktioniert der Angriff

Beim SIM-Swapping überreden Kriminelle den Mobilfunkanbieter, die Nummer des Opfers auf ihre eigene SIM-Karte zu übertragen. Das gelingt durch Täuschung oder gehackte Kundenkonten. Beim Cloning erstellen sie eine exakte Kopie der Karte.

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Das Hauptziel: SMS-TANs und One-Time-Passwords abfangen. Damit autorisieren sie dann unberechtigte Überweisungen.

Warnsignale erkennen

Der plötzliche Verlust der Netzverbindung ist das deutlichste Alarmsignal. Zeigt dein Smartphone plötzlich „Kein Netz“ an, ohne erkennbaren Grund, könnte deine Nummer bereits auf einem fremden Gerät aktiv sein.

Auch unerwartete Nachrichten vom Provider über eine neue SIM-Karte oder Änderungen am Kundenkonto solltest du ernst nehmen.

So schützt du dich

Experten raten zum Umstieg von SMS-basierten Verfahren auf Authenticator-Apps. Diese generieren Codes lokal auf dem Gerät – unabhängig von der Mobilfunknummer.

Zusätzlich: Hinterlege bei deinem Mobilfunkanbieter eine PIN für den SIM-Karten-Tausch. Das erschwert Betrügern den Zugriff massiv.

Was tun im Verdachtsfall?

Sperre sofort deine SIM-Karte beim Provider. Informiere deine Hausbank und erstatte Anzeige bei der Polizei.

Wichtig: Banken fordern niemals telefonisch zur Bestätigung von Transaktionen oder zur Preisgabe von Zugangsdaten auf.

Steigende Schäden durch Cyberkriminalität

Die Warnungen kommen nicht von ungefähr. Ein aktueller FBI-Bericht für 2025 zeigt: Die Verluste durch Cybercrime stiegen um 26 Prozent auf rund 20,9 Milliarden US-Dollar. Allein Identitätsdiebstahl gegenüber Behörden verursachte mit über 32.000 Beschwerden einen Schaden von 798 Millionen US-Dollar.

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Interpol beziffert die globalen Verluste durch Finanzbetrug für das vergangene Jahr auf 442 Milliarden US-Dollar. Besonders alarmierend: die zunehmende Automatisierung von Betrugskampagnen. In Europa lagen die Verluste bei etwa 64,1 Milliarden US-Dollar, im Vereinigten Königreich stiegen die Schäden durch autorisierten Zahlungsbetrug um 19 Prozent.

Auch QR-Codes werden zur Falle

Neben technischen Manipulationen setzen Täter vermehrt auf Psychotricks. Beim sogenannten Quishing führen manipulierte QR-Codes auf gefälschte Bank- oder Shoppingseiten. Das Bundeskriminalamt und die Oesterreichische Nationalbank raten: Prüfe jede QR-Code-Quelle und die dahintersteckende Web-Adresse genau.

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