Cyberbetrug, Schulen

Cyberbetrug: Schulen und Unis starten massive Präventionsprogramme

29.06.2026 - 09:18:13 | boerse-global.de

Sicherheitsbehörden und Bildungseinrichtungen starten Programme gegen Online-Betrug. Der Fokus liegt auf Aufklärung von Schülern und Studenten.

Weltweite Initiativen: Mehr Schutz vor Cyberbetrug für Studierende
Cyberbetrug - Junge Studierende hören aufmerksam einem Vortrag über Cybersicherheit in einem modernen Hörsaal zu, mit digitalen Grafiken im Hintergrund. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen Studierende und Schüler – aber auch die Plattformbetreiber.

Polizei klärt an Unis auf

In Hanoi hat die Polizei gemeinsam mit der Akademie für öffentliche Verwaltung ein Programm für Studierende gestartet. Major Dinh Thi Thu Hoai informierte über aktuelle Methoden des Cyberbetrugs. Ziel: Die Studenten sollen sich besser schützen und digitale Medien sicherer nutzen können.

Parallel dazu referierte Oberstleutnant Ngo Quoc Khanh über Drogenprävention und den Umgang mit E-Zigaretten im Hochschulbereich.

Ähnliche Initiativen gibt es auf den Philippinen. Polizeichef General Jose Melencio Nartatez Jr. kündigte eine Ausweitung der Cybersicherheitsprogramme an Schulen und Unis an. Die Polizei will mehr Berater einstellen und Kampagnen gegen Online-Bedrohungen und Cyber-Mobbing verstärken. Spezialeinheiten für Internetkriminalität sollen künftig direkt in den Bildungseinrichtungen vortragen.

Druck auf soziale Netzwerke wächst

In Europa verschärft sich der Ton gegenüber den Tech-Konzernen. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) fordert eine gesetzliche Pflicht für Plattformbetreiber, Kinder- und Jugendschutz von Anfang an in der Entwicklung zu verankern.

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Eine Expertenkommission hat dazu 56 Maßnahmen vorgelegt. Sie reichen von strengeren Alterskontrollen bis zur Regulierung von KI-Anwendungen.

In Zypern liegt ein Gesetzesvorschlag von Fotini Tsiridou vor. Er sieht vor, Medienbildung fest in den Lehrplänen zu verankern. Schüler sollen über rechtliche Grundlagen im Netz aufgeklärt werden – zum Schutz der Privatsphäre und zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit.

Wenn der Anruf vom „Klinikmitarbeiter“ kommt

Wie nötig die Prävention ist, zeigen aktuelle Kriminalitätsfälle. In Weimar erbeuteten Unbekannte per Telefontrick 25.000 Euro. Die Täter gaben sich als Klinikmitarbeiter aus und täuschten einen medizinischen Notfall vor.

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Die Behörden nutzen solche Vorfälle, um für mehr Wachsamkeit zu werben – und zwar über alle Altersgruppen hinweg.

An der Hung Vuong Universität startete zudem ein großer Lehrgang für fast 1.900 Finanzstudenten. Neben Grundkenntnissen zur nationalen Sicherheit geht es um Disziplin und den verantwortungsvollen Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen.

Auch spezielle Angebote wie Forscherinnen-Camps sollen helfen. Dort arbeiten Schülerinnen unter anderem zu Cybersecurity und Robotik – und entwickeln frühzeitig technisches Verständnis und Sicherheitsbewusstsein.

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