Currenta-Projekt, ELARA

Currenta-Projekt ELARA: Laborroboter werden erst virtuell simuliert

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
ELARA bildet Laborabläufe digital ab; ein Einsatz von Robotern im regulären Betrieb ist bislang nicht erfolgt.
Ein modernes, steriles Labor mit Edelstahlarbeitsflächen und leeren Glasbechern in einer geordneten, hellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Chemieparkbetreiber Currenta testet im Rahmen des Projekts ELARA neue Ansätze zur Automatisierung von Laborprozessen. Gemeinsam mit den Technologiepartnern Wandelbots und T-Systems setzt das Unternehmen auf das Prinzip, Abläufe zunächst digital zu simulieren, bevor die reale Automatisierung folgt. Ein erster Prototyp wurde auf der Technologiekonferenz NVIDIA GTC vorgestellt, die vom 20. bis zum 22. Oktober 2026 in Berlin stattfand.

Simulation vor der praktischen Umsetzung

Das Projekt ELARA, dessen Name für „Environmental Laboratory Automation and Robotics for Analytics“ steht, zielt darauf ab, wiederkehrende und potenziell gefährliche Laborarbeiten zu automatisieren. Im Fokus stehen Tätigkeiten wie das Pipettieren sowie die Handhabung von Wasser- und Abwasserproben.

Durch den Einsatz von Robotern sollen Routineaufgaben übernommen werden, was neben einer Entlastung des Personals auch die Arbeitssicherheit beim Umgang mit Gefahrstoffen erhöhen soll. Als weitere Ziele des Projekts gelten verkürzte Bearbeitungszeiten und eine gesteigerte Verfügbarkeit der Analyseprozesse.

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Bislang befindet sich das Vorhaben in der Entwicklungs- und Testphase. Im Rahmen des Projekts wurden Arbeitsabläufe bereits virtuell nachgebildet, die Wirtschaftlichkeit berechnet und die technische Architektur definiert.

Ein produktiver Robotereinsatz ist nach Angaben der Beteiligten jedoch noch nicht Teil der aktuellen Ergebnisse, weshalb noch keine Kennzahlen aus dem regulären Betrieb vorliegen. Currenta betreibt die drei CHEMPARK-Standorte in Leverkusen, Dormagen und Krefeld.

Technologische Basis und europäische Datenhaltung

Die technische Grundlage für die virtuelle Abbildung der Laborprozesse liefert die Softwareplattform Wandelbots NOVA. Diese wird mit der Simulationsumgebung NVIDIA Isaac Sim kombiniert, die auf Omniverse basiert. Zudem kommen die Physik-Engine NVIDIA PhysX und der Standard OpenUSD zum Einsatz, um die physikalischen Eigenschaften und die Bewegungen der Roboter sowie der Laborutensilien präzise in der Simulation darzustellen.

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Die erforderliche Recheninfrastruktur stellt T-Systems über eine in Deutschland gehostete Plattform bereit. Die sogenannte Industrial AI Cloud nutzt Grafikprozessoren von NVIDIA zur Verarbeitung der rechenintensiven Simulationsmodelle.

Durch den Betrieb der Server im Inland verbleiben die verarbeiteten Labordaten vollständig im europäischen Rechtsraum, womit die Partner besonderen Wert auf den Datenschutz und die Datensouveränität in sensiblen Industrieumgebungen legen.

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