Cross-Industry 3.0: Sechs Praxisstationen zeigen neue Medizintechnik
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 16:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Initiative transform.RMF, ein Kooperationsprojekt der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und der Region Mainfranken, hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg (UKW) technologische Fortschritte für den Gesundheitssektor präsentiert.
Im Rahmen der Fachveranstaltung Cross-Industry 3.0 zeigten Unternehmen, Start-ups sowie Vertreter aus Forschung und Gesundheitswirtschaft am Universitätsklinikum verschiedene Anwendungsmöglichkeiten aus den Bereichen Robotik, Virtual Reality (VR) und Automatisierung.
Wie aus einem Bericht vom 24. September 2026 hervorgeht, lag der Fokus der Veranstaltung auf dem Transfer technologischer Lösungen aus anderen Industriezweigen in den medizinischen Alltag. An sechs Praxisstationen wurden konkrete Projekte demonstriert, die die Effizienz und Qualität der Patientenversorgung sowie der medizinischen Ausbildung steigern sollen.
Ein zentrales Exponat war der Laufroboter Helia, der für den Einsatz bei klinischen Visiten entwickelt wurde. Solche Systeme zielen darauf ab, das Klinikpersonal bei Routineaufgaben zu entlasten und Prozesse durch Automatisierung zu optimieren. Ergänzt wurde das Spektrum im Bereich der Telemedizin durch den Teleintensiv-Visitenwagen Lunovia, der neue Möglichkeiten für die Fernbetreuung und Vernetzung auf Intensivstationen aufzeigt.
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Im Bereich der medizinischen Ausbildung und Krisenvorsorge wurde die STEP-VR-Notfallsimulation vorgestellt. Mithilfe von Virtual-Reality-Umgebungen können medizinische Fachkräfte komplexe Notfallszenarien realitätsnah trainieren, ohne Patienten Risiken auszusetzen.
Darüber hinaus wurden Fortschritte in der Materialforschung und Medizintechnik thematisiert. Dazu zählte die Präsentation eines biologisch abbaubaren Medikamentenimplantats, das Wirkstoffe kontrolliert im Körper abgeben kann und sich nach der Behandlungsdauer selbstständig auflöst.
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Ein weiterer Schwerpunkt lag auf innovativen Forschungsmodellen zur Reduzierung von Tierversuchen. An den Stationen wurden die sogenannten Vasc-on-Demand-Gewebemodelle gezeigt. Diese technologischen Modelle ermöglichen es laut den Projektbeteiligten, medizinische Tests an künstlich erzeugten Gewebestrukturen durchzuführen, was die Abhängigkeit von klassischen Tierversuchsreihen in der Forschung verringern kann.
Die Kooperation zwischen transform.RMF und dem Universitätsklinikum Würzburg soll die regionale Vernetzung zwischen Technologieentwicklern und Anwendern im Gesundheitswesen nachhaltig stärken. Laut den Veranstaltern ist aufgrund der gezeigten Entwicklungen eine Fortsetzung der Reihe Cross-Industry für das kommende Jahr geplant.
Über das aktuelle Veranstaltungsformat hinaus kündigte transform.RMF weitere Aktivitäten zur Förderung des regionalen Austauschs an. Für den 29. Oktober 2026 ist die Durchführung der Veranstaltung transform.night in Volkach vorgesehen, die den Dialog zwischen Forschung und regionaler Wirtschaft weiter vertiefen soll.
