CRISPR-Screening: 90 neue Treibergene für Brustkrebs entdeckt
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 14:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Forscher der Guilin Medical University entdeckten, dass Curcumol die Ausbreitung von Tumorzellen bremsen kann.
Der Wirkstoff stammt aus der Pflanze Curcuma kwangsiensis. In Zellversuchen und Mausmodellen griff Curcumol über den miR-206/NCL/ER?36-Signalweg in die Krebsentwicklung ein. Die Ergebnisse erschienen Ende Juni 2026 im Fachjournal Phytotherapy Research.
Die Forscher betonten jedoch: Klinische Studien am Menschen stehen noch aus. Erst sie können zeigen, ob der Stoff sicher und wirksam ist.
CRISPR-Screening entdeckt 90 neue Treibergene
Parallel zur Naturstoff-Forschung machte die Genanalyse von Brustkrebs im Sommer 2026 große Sprünge. Ein Team identifizierte per CRISPR-Screening 90 Treibergene für basalähnliche Mammakarzinome (BLBC). 81 davon waren in diesem Zusammenhang bisher unbekannt.
Die am 9. Juli 2026 in Nature veröffentlichte Studie betrifft zentrale Signalwege wie MAPK, HIPPO und WNT. Das eröffnet neue Ansätze für Präzisionsmedikamente.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Ferroptose – einer Form des programmierten Zelltods. Eine Studie in Cell Death Discovery (9. Juli 2026) zeigte: Das Gen LINC01929 schützt Tumorzellen vor Ferroptose, indem es den Eisenstoffwechsel beeinflusst. Blockiert man diesen Mechanismus, werden die Zellen angreifbarer.
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Neue Modelle für bessere Tests
Die Qualität der Versuchsmodelle entscheidet oft über den Erfolg neuer Therapien. Forscher des Baylor College of Medicine entwickelten 2026 ein Rattenmodell per CRISPR-Cas9. Es bildet das Immunmikroenvironment von ER-positivem Brustkrebs präziser ab als bisherige Mausmodelle.
Auch die Nanoswitch-Technologie (EVOTAC) zeigt Potenzial. In Tiermodellen schaltete sie tumorabgeleitete Vesikel aus und aktivierte gleichzeitig das Immunsystem. Besonders bei triple-negativem Brustkrebs wird dieser Ansatz erforscht.
WHO: 35 Millionen Krebsfälle jährlich bis 2050
Trotz aller Fortschritte bleibt die globale Krebslast hoch. Die WHO prognostiziert in einem Bericht vom 10. Juli 2026: 35 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr bis 2050 – 2024 waren es noch 20,6 Millionen.
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Besonders krass sind die Unterschiede bei Brustkrebs. In Ländern mit hohem Einkommen überleben 87 Prozent der Betroffenen, in Ländern mit niedrigem Einkommen nur 42 Prozent.
Eine europäische Langzeitanalyse in The Lancet Regional Health (2026) bestätigte: Systematisches Mammografie-Screening senkt die Sterblichkeit, weil Tumore früher entdeckt werden. Den größten Anteil am Rückgang der Todesfälle haben aber verbesserte Therapien.
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