Covid-Impfung, Herzinfarkt-Risiko

Covid-Impfung senkt Herzinfarkt-Risiko um 37,7 Prozent

Veröffentlicht: 06.07.2026 um 14:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studien belegen Fortschritte bei Diagnose und Behandlung von Long-Covid-Symptomen wie kognitiven Störungen und Erschöpfung.

Long-Covid-Forschung: Hunde erkennen Brain Fog und neue Therapien
Hände halten ein transparentes, leuchtendes Gehirnmodell, umgeben von digitalen Datenströmen und neuronalen Mustern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine randomisierte Studie zeigt: Gezielte kognitive Rehabilitation hilft Betroffenen, ihre Alltagsziele wieder zu erreichen. Die strukturierten Reha-Maßnahmen zielen auf die Wiederherstellung von Routinen ab, die durch die kognitiven Beeinträchtigungen massiv gestört sind.

Spürhunde erkennen Long Covid am Geruch

Ein echter Durchbruch gelang Forschern in Niedersachsen. Im Projekt „COVID Dogolomics“ wiesen Wissenschaftler der TU Braunschweig, der Medizinischen Hochschule Hannover und der TiHo Hannover nach: Spürhunde können Long Covid am Geruch erkennen – unterstützt durch künstliche Intelligenz.

Die Forscher nutzten Massenspektrometrie und KI-gestützte Analysen, um spezifische Geruchssignaturen in Proben zu identifizieren. Beide Methoden – die biologische Detektion durch Hunde und die technische Analyse – kamen unabhängig voneinander zu denselben Ergebnissen. Die Studie wurde im Fachjournal „Metabolites“ veröffentlicht und soll auf der Konferenz „Metabolomics 2026“ in Buenos Aires präsentiert werden.

Digitale Angebote und spezialisierte Therapien

Parallel dazu gewinnen ambulante und digitale Angebote an Bedeutung. Die Neuropsychologie Armgardt bietet an Standorten in Bremen, Oldenburg und Jever sowie online spezialisiertes Coaching für Post-Covid-Betroffene an. Ein Webinar Ende September soll den Austausch über praktische Lösungsansätze für den Alltag fördern.

Das Projekt PANDORA unter der Leitung von Dr. Anna Bußmann untersucht derweil die Therapietreue bei digitalen Gesundheitsangeboten. Das bis Mai 2029 geförderte Projekt will herausfinden, warum Patienten digitale Angebote oft vorzeitig abbrechen.

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Impfung schützt das Herz

Eine großangelegte Studie in JAMA Internal Medicine unterstreicht die Bedeutung der Covid-Impfung für die Herzgesundheit. Die Analyse von Daten einer Million US-Veteranen aus den Jahren 2024 und 2025 zeigt: Die Impfung senkt das Risiko für schwere Herzprobleme wie Schlaganfall oder Herzinfarkt nach einer Infektion um etwa 37,7 Prozent.

Ziyad Al-Aly von der Washington University betont: Pro 10.000 Geimpfte konnten signifikant viele Krankenhausaufenthalte und Todesfälle verhindert werden. Besonders hoch war der Nutzen bei Menschen über 75 Jahren.

ME/CFS: Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt

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Die Schwere von Erschöpfungssyndromen wie ME/CFS verdeutlichen Einzelschicksale. Martina Obermayer-Rauter aus Salzburg setzt sich öffentlich für Unterstützungssysteme für Angehörige ein – ihr Sohn Thomas wurde nach einer Infektion pflegebedürftig und ist bettlägerig.

Für Patienten mit psychosomatischen Stressfolgeerkrankungen bieten Einrichtungen wie die Günztalklinik Allgäu spezialisierte Konzepte an. Dort arbeiten Ärzte mit hochdosierter Psychotherapie über etwa sechs Wochen gegen Depressionen und Angststörungen. In Jena erzielten Mediziner zudem Erfolge bei der Behandlung autoimmuner Nervenerkrankungen mit dem Wirkstoff Teclistamab – ein weiterer Schritt in der immuntherapeutischen Forschung.

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