Counter-Strike, RADV-Treiber

Counter-Strike 2 läuft: RADV-Treiber erfolgreich auf Windows portiert

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Valve unterstützt die Portierung des Linux-Grafiktreibers RADV auf Windows. Erste Tests mit Counter-Strike 2 auf AMD-Hardware zeigen Erfolge, doch der Port ist noch experimentell.

Valve finanziert RADV-Treiber-Portierung: Counter-Strike 2 läuft unter Windows
Nahaufnahme einer modernen Grafikkarte mit detaillierter Platinenstruktur in einer professionellen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Softwareunternehmen Valve stellt Finanzmittel für die Portierung des Linux-Grafiktreibers RADV auf das Betriebssystem Windows bereit. Wie der Entwicklungspartner Collabora am 2. August 2026 bekannt gab, wurden im Rahmen dieses Projekts bereits erste Erfolge erzielt. So sei es gelungen, den populären Titel Counter-Strike 2 auf Basis des portierten Mesa-Treibers unter Windows lauffähig zu machen.

Technische Umsetzung auf Basis von WDDM 2.0

Die Portierung des ursprünglich für Linux entwickelten RADV-Vulkan-Treibers nutzt als technische Grundlage den bestehenden AMD-Kernel-Treiber unter dem Windows Display Driver Model (WDDM) 2.0. Diese Architektur ermöglicht laut Berichten vom 31. Juli 2026 eine Trennung zwischen User-Mode- und Kernel-Mode-Treibern. Collabora nutzt diesen Umstand, um den Open-Source-Treiber für die Windows-Umgebung anzupassen.

In ersten Demonstrationen, die um den 1. August 2026 dokumentiert wurden, kam eine Grafikkarte vom Typ Radeon RX 7900 XTX zum Einsatz, auf der Counter-Strike 2 mit dem portierten Treiber betrieben wurde. Trotz dieses Fortschritts betonen die Entwickler, dass sich der Port in einem experimentellen Stadium befindet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Software noch nicht Vulkan-konform.

Herausforderungen durch Reverse Engineering

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Ein wesentlicher Teil der Entwicklungsarbeit besteht in der Analyse und Anpassung undokumentierter Schnittstellen. Hierzu griffen die Experten von Collabora auf einen Logger zurück, der ursprünglich im Jahr 2024 von Faith Ekstrand initiiert worden war. Dieses Werkzeug wurde erweitert, um die Aufrufe innerhalb von WDDM 2.0 detailliert untersuchen zu können. Da keine offiziellen Spezifikationen für die Kommunikation zwischen den Treiberschichten vorliegen, setzen die Entwickler verstärkt auf Reverse Engineering der AMD-Schnittstellen.

Das Projekt ist mit technischen Risiken verbunden. Insbesondere die enge Kopplung zwischen User- und Kernel-Komponenten sowie die Verwendung nicht dokumentierter Schnittstellen könnten dazu führen, dass zukünftige Treiber-Updates von AMD die Kompatibilität des RADV-Ports unterbrechen.

Forderungen an Chiphersteller und Betriebssystem-Anbieter

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Im Zuge der laufenden Entwicklung formulierte Collabora Ende Juli 2026 deutliche Forderungen an AMD und Microsoft. Das Unternehmen plädiert für die Bereitstellung dokumentierter Schnittstellen oder die Einführung einer speziellen Kompatibilitätsschicht. Dies würde die Stabilität des Open-Source-Treibers erhöhen und die Abhängigkeit von undokumentierten Systeminterna verringern.

Die Finanzierung durch Valve erfolgt im Rahmen der sogenannten Cross-Platform-Grafikinitiative. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Entwicklung von Grafiktechnologien über verschiedene Plattformgrenzen hinweg zu fördern und Open-Source-Lösungen auch auf proprietären Betriebssystemen zugänglich zu machen. Ob und wann der RADV-Port für Windows einen stabilen Endkunden-Status erreicht, bleibt aufgrund der experimentellen Natur des Projekts abzuwarten.

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