Cospudener See: Leipzig eröffnet neue Calisthenics-Anlage für Breitensport
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:09 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm Rahmen der Initiative für die Olympia-Bewerbung Berlin+ mit Leipzig als Co-Partner verzeichnet der Leipziger Breitensport einen weiteren Ausbau seiner Infrastruktur. Am Nordstrand des Cospudener Sees entstand eine neue Freiluftanlage, die Bürgern und Besuchern moderne Bewegungsmöglichkeiten bietet.
Berichten vom 22. September 2026 zufolge reiht sich das Projekt in die kommunalen Bemühungen ein, über regionale Großprojekte nachhaltige Sportangebote für die Bevölkerung zu schaffen.
Ausstattung und Umsetzung am Cospudener See
Die neu errichtete Calisthenics-Anlage am Nordstrand richtet sich an Sportler unterschiedlicher Leistungsstufen. Ausgestattet ist der Parcours mit Recks, einer Sprossenwand, einer Vorrichtung für die sogenannte Human Flag, einem Hangelbogen, einem doppelten Situp-Modul sowie einem Dreierdips-Barren. Um die Verweildauer und Nutzbarkeit vor Ort zu unterstützen, ergänzen einfache Sitzgelegenheiten die sportlichen Module.
Die Gesamtkosten für den Bau und die damit verbundene Baumpflanzung belaufen sich auf rund 65.000 Euro. Finanziert wurde die Maßnahme über das Amt für Sport der Stadt Leipzig, während die planerische und bauliche Umsetzung in den Händen des Amtes für Stadtgrün und Gewässer lag.
Einbettung in die städtische Sportstrategie
Das Vorhaben ist Teil der umfassenden Olympia-Bewerbung der Initiative Berlin+, bei der Leipzig als Co-Partner antritt. Das gemeinsame Bewerberteam schließt neben Berlin auch die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein. Der 51-jährige Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) hob hervor, dass mit Maßnahmen dieser Art gezielt nachhaltige Impulse für den Freizeit- und Vereinssport gesetzt werden sollen.
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Die Stadt Leipzig verknüpft das Vorhaben mit weiteren Aktivitäten zur Bewegungsförderung. So läuft bereits seit Anfang April 2026 die Kampagne „Leipzig bewegt“, in deren Rahmen unter anderem rund 1.000 Läufer der Stadtverwaltung beim Leipziger Firmenlauf antraten. Zudem investierte die Kommune zuvor 60 Millionen Euro in das Sportforum, um die überregionale Infrastruktur zu modernisieren.
Entscheidung über den nationalen Olympia-Kandidaten
Rosenthal bekräftigte seine Zuversicht mit Blick auf einen möglichen Zuschlag im Auswahlverfahren und verwies dabei auf Leipzigs etablierte Sporttradition, die Expertise der Sportwissenschaft sowie die kompakten Strukturen vor Ort.
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Die Vorentscheidung über den nationalen Bewerber rückt näher: Am 26. September 2026 entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden über das Mandat. Insgesamt 144 Stimmberechtigte haben die Wahl zwischen den Konzepten von Berlin+, KölnRheinRuhr und München.
Die Stadt Leipzig begleitet den Tag mit einem Public Viewing auf dem Markt, das am 26. September 2026 um 13:30 Uhr beginnt; die offizielle Verkündung des Ergebnisses wird ab 13:45 Uhr im Rahmen einer ARD-Liveübertragung erwartet. Unabhängig vom Ausgang des Votums soll die Anlage am Cospudener See dauerhaft für den Breitensport nutzbar bleiben.
