Core-Training: Lagree und Dead Bug ersetzen klassisches Bauchtraining
12.06.2026 - 04:31:40 | boerse-global.de
Statt klassischem Bauchmuskeltraining rücken Methoden in den Vordergrund, die Gelenke schonen, tiefe Muskelschichten aktivieren und die Erholung nach medizinischen Eingriffen unterstützen. Kontrollierte Bewegungsabläufe stehen im Zentrum des Wandels.
Lagree und Pilates: Sanft, aber effektiv
Ein zentraler Trend ist das Lagree-Workout. Die von Sébastien Lagree in Los Angeles entwickelte Methode erobert deutsche Großstädte. Das Training läuft auf einem speziellen Gerät, dem Megaformer. Charakteristisch sind langsame, kontrollierte Bewegungen unter konstantem Widerstand. Das kräftigt die Muskulatur und schont die Gelenke. Für Menschen mit Gelenkproblemen oder als Ergänzung zu anderen Sportarten ist die Methode besonders attraktiv.
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Pilates bleibt ein dominantes Element im Core-Training. Fachpublikationen zeigen im Juni 2026 vermehrt, wie sich Übungen vom Reformer auf die Matte übertragen lassen. Reihen wie „Foot Work“ oder „Corkscrew“ kombinieren Stabilität mit Flexibilität. Studien deuten darauf hin: Regelmäßiges Pilates kann chronische Rückenschmerzen lindern und Symptome von Depressionen reduzieren.
Dead Bug und Core-Erholung nach Eingriffen
Experten der Harvard University empfehlen Mitte 2026 die „Dead Bug“-Übung. Dabei bewegt man auf dem Rücken liegend Beine und Arme koordiniert. Das kräftigt den gesamten Rumpf – inklusive Gesäß, Rücken, Zwerchfell und Becken. Die Übung verbessert Stabilität und Haltung und schont den Rücken. Sie lässt sich an verschiedene Fitnesslevel anpassen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der funktionellen Erholung nach Schwangerschaften und Kaiserschnitten. Fitnesstrainerin Zoe Modgill betont: Der Wiederaufbau der Core-Funktion muss Vorrang vor ästhetischen Zielen haben. Ihr Ansatz setzt auf Atmung, tiefe Muskulatur, Beckenboden und gezieltes Druckmanagement. Der Mythos, dass die Core-Funktion nach einem Kaiserschnitt dauerhaft geschädigt bleibt, sei falsch.
Gesäß und Mobilität: Die neuen Schwerpunkte
In der Trainingspraxis zeigt sich ein Trend weg von klassischen Geräten wie der Beinpresse. Übungen wie „Rainbow Donkey Kicks“, „Skater Hops“ oder „Frog Pumps“ fordern gleichzeitig Gesäßmuskulatur und Core-Stabilität. Ein gut trainierter Gesäßmuskel stabilisiert die Hüfte und entlastet den unteren Rücken.
Mobilitäts-Workouts gewinnen an Bedeutung – besonders für Menschen über 40. Ansätze mit Übungen wie dem „90/90 Hip Switch“ oder „Windshield Wipers“ kombinieren Kraft und Beweglichkeit in kurzen, intensiven Einheiten.
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Burpee-Test und lebenslanges Training
Die Messung der Fitness bleibt zentral. Der Burpee-Test dient im Juni 2026 als Standard für die Ausdauermessung. 15 Burpees pro Minute über drei Minuten gelten als Mindeststandard. Ab 15 Minuten spricht man von Elite-Niveau. Experten warnen jedoch davor, die Atemkontrolle zu vernachlässigen und zu schnell zu starten.
Dass körperliche Leistungsfähigkeit auch im Alter steigerbar ist, zeigen prominente Beispiele. Oprah Winfrey steigerte ihre Plank-Haltedauer zwischen 2024 und 2026 von zehn Sekunden auf über eine Minute – teilweise mit Zusatzgewichten. Das unterstreicht die Bedeutung von Krafttraining für Knochengesundheit und Muskelerhalt. Auch Komikerin Ilka Bessin präsentierte Mitte 2026 ihre Trainingserfolge und zeigte, wie konsequentes Training physische Erscheinung und Wohlbefinden verändert.
