Copilot, Studio

Copilot Studio: Computer-Use Agents navigieren wie Menschen

27.05.2026 - 17:31:21 | boerse-global.de

Microsoft treibt die Büroautomatisierung mit Power Automate und KI-Agenten voran. Neue Leitfäden zeigen, wie Unternehmen Routineaufgaben effizienter gestalten.

Copilot Studio: Computer-Use Agents navigieren wie Menschen - Foto: über boerse-global.de
Copilot Studio: Computer-Use Agents navigieren wie Menschen - Foto: über boerse-global.de

Neue Software-Updates und Implementierungsleitfäden von Microsoft zeigen, wie tief die Verzahnung zwischen Power Automate, Excel und Outlook bereits ist. Dahinter steckt ein grundlegender Wandel: Weg von statischen Datenbanken, hin zu „agentischen" Systemen, die eigenständig agieren. Das Ziel ist klar – Routineaufgaben sollen ohne menschliches Zutun ablaufen.

Anzeige

Die zunehmende Vernetzung von Excel-Daten und automatisierten Prozessen erfordert ein sicheres Beherrschen der Tabellen-Grundlagen. Dieser kostenlose Ratgeber unterstützt Sie dabei, Formeln und Tabellen effizient zu nutzen, um Ihre täglichen Büroaufgaben schneller zu bewältigen. Excel-Starterpaket jetzt kostenlos herunterladen

Automatisierte Workflows für Vertrieb und Datenmanagement

Seit heute sind technische Anleitungen verfügbar, die zeigen, wie Unternehmen Power Automate nutzen können, um Excel und Outlook für automatisierte Vertriebs-Nachfassaktionen zu verknüpfen. Der Ablauf ist präzise getaktet: Ein zeitgesteuerter Flow scannt täglich formatierte Excel-Tabellen nach Angeboten, deren Fälligkeitsdatum erreicht ist. Voraussetzung ist eine strukturierte Tabellenumgebung mit festen Statuswerten und spezifischen Datumsfeldern. Die Dokumentation empfiehlt einen internen Erinnerungsschritt, bevor automatisch generierte Nachrichten an Kunden versendet werden.

Bereits gestern veröffentlichte Tutorials erläuterten die wesentlichen Schritte zur Erstellung von Excel- und HTML-Tabellen in Power Automate. Dabei kommt die Aktion „Tabelle erstellen" für Excel Online Business zum Einsatz, die mit Dateien in SharePoint oder OneDrive funktioniert. Für dynamischere Berichte wandelt die Aktion „HTML-Tabelle erstellen" Arrays oder gefilterte SharePoint-Listen in formatierte E-Mail-Inhalte um. Diese Werkzeuge gelten inzwischen als unverzichtbar, um Datenintegrität zwischen Tabellenkalkulationen und Kommunikationsplattformen zu gewährleisten.

Für kleine und mittelständische Unternehmen wurden im Frühjahr fünf zentrale Workflow-Szenarien identifiziert. Dazu gehören gestaffelte Genehmigungsprozesse für Ausgaben, bei denen Formulare SharePoint-Listen aktualisieren, sowie die Sortierung von Kundenanfragen aus Outlook in Microsoft Teams oder Planner. Weitere effizienzsteigernde Automatisierungen betreffen Onboarding-Checklisten und die Rechnungsbearbeitung, bei der E-Mail-Anhänge automatisch an SharePoint weitergeleitet werden.

Agentische Automatisierung und Desktop-Integration

Der Bereich der Desktop-Automatisierung wächst rasant. Der Verlag Impress kündigte gestern eine überarbeitete zweite Auflage seines Leitfadens für Power Automate Desktop an, die nun auch Copilot-Unterstützung enthält. Das 240-seitige Werk behandelt Excel-Automatisierung und webbasierte Dateneingabe – ein Zeichen für die zunehmende Rolle künstlicher Intelligenz in der Low-Code-Entwicklung.

Parallel dazu hat Microsoft seine Copilot Studio Computer-Use Agents seit dem 13. Mai allgemein verfügbar gemacht. Diese Agenten markieren einen Paradigmenwechsel: Statt auf API-Integrationen zu setzen, navigieren sie durch grafische Benutzeroberflächen – genau wie ein menschlicher Nutzer. Die Technologie unterstützt verschiedene Modelle, darunter OpenAI CUA und Claude Sonnet 4.5, und ist mit Enterprise-Sicherheitsfunktionen wie Azure Key Vault und Purview Audit Logs ausgestattet. Die Kosten liegen bei etwa fünf Copilot-Credits pro Schritt, umgerechnet rund vier Cent.

Seit gestern gibt es zudem eine Dokumentation zur Integration von Agent Flows in Copilot Studio. Damit können Low-Code-Automatisierungen als Werkzeuge dienen, die ein Orchestrator zur Laufzeit aufruft, um Daten abzurufen oder bestimmte Aktionen auszuführen. Die Grenze zwischen einfacher Automatisierung und autonomem KI-Verhalten verschwimmt zusehends.

Auch andere Anbieter ziehen nach

Nicht nur Microsoft treibt die Entwicklung voran. Precisely veröffentlichte heute die Version 26.0.1 von Automate Studio, die nun Google Sheets unterstützt. Nutzer können damit die Tabellenkalkulation von Google als Datenquelle für SAP-Transaktionen verwenden. Die Software erhielt zudem die Clean Core Certification für SAP S/4HANA Cloud Private Edition – ein Signal für stabile Unternehmensumgebungen in der Automatisierung.

Im Bereich der Umsatzplanung launchte Xactly am 25. Mai seine „Fleet of Agents" und „Intelligence Studio". Diese Werkzeuge automatisieren Vergütungs- und Planungsprozesse über eine dedizierte Plattform. Ebenfalls am selben Tag veröffentlichte DevRev eine neue Version seiner Computer-KI mit Shared-Memory-Funktionen, die eine Live-Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Agenten auf individueller, Team- und Organisationsebene ermöglicht.

Die Benutzererfahrung wird dabei ständig verbessert. Microsoft bestätigte Ende Mai, dass die Option eingeführt wird, den schwebenden Copilot-Button in Word, Excel und PowerPoint zurück ins Menüband zu verschieben. Hintergrund: Das schwebende Design hatte gelegentlich Arbeitsbereiche verdeckt und Workflows beeinträchtigt.

Anzeige

Während Automatisierung die Effizienz steigert, bleibt die korrekte Einrichtung Ihrer Kommunikationszentrale die Basis für reibungslose Workflows. Erfahren Sie in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Outlook fehlerfrei konfigurieren und mit smarten Zeitspar-Tipps noch produktiver arbeiten. Kostenlose Outlook-Installationshilfe sichern

Strategischer Wandel hin zu autonomen Systemen

Der aktuelle Schub bei Automatisierungswerkzeugen ist Teil eines größeren strategischen Wandels, den Branchenanalysten als Aufstieg des „Agentic ERP" bezeichnen. Microsoft positioniert seine Dynamics-365-Plattform zunehmend als System, das von Copilot-Agenten gesteuert wird – in der Lage, Lieferantenkommunikation und Kreditorenbuchhaltung zu managen. Marktforschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bis 2028 die überwiegende Mehrheit der Unternehmenssoftware agentische KI-Komponenten enthalten wird.

Die rasche Verbreitung KI-generierter Inhalte in Office-Umgebungen hat jedoch neue Überprüfungsprotokolle notwendig gemacht. Ein heute veröffentlichtes Framework führte das Konzept einer „Truth Layer" für KI-generierte Dateien ein. Es umfasst ein Quellenverzeichnis und einen Verifikationsdurchlauf, um potenzielle Fehler zu identifizieren – etwa falsche Formelbezüge in Excel-Tabellen.

Der technische Wandel zeigt sich auch im Auslaufen älterer Technologien. Office 365 Connectors wurden bereits zum 1. Oktober 2024 eingestellt. Der Umstieg auf Power Automate als primäre Engine für anwendungsübergreifende Benachrichtigungen und Aufgabenerstellung in Planner ist damit unumgänglich.

Ausblick: Die Zukunft der Büroarbeit

Das Entwicklungstempo deutet auf einen tiefgreifenden Wandel für Büroberufe hin. In einem Interview im Mai 2026 prognostizierte Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman, dass weiße Kragen – darunter Buchhaltung, juristische Arbeit und Projektmanagement – innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate einem hohen Automatisierungsgrad ausgesetzt sein könnten. Diese Prognose basiert auf den rasanten Fortschritten agentischer Systeme und ihrer Fähigkeit, menschliche Leistungen bei komplexen digitalen Aufgaben zu erreichen.

Unternehmen wenden sich zunehmend von teuren Speicherlösungen ab – interne Speicher kosten mitunter zwischen zwei und 40 Euro pro Gigabyte monatlich. Architekturen, die Power Automate nutzen, um Azure Blob Storage mit Dataverse-Tabellen zu verbinden, werden immer üblicher. Der Trend zu kosteneffizienter, leistungsstarker Automatisierung dürfte sich fortsetzen, da immer mehr Unternehmen „Computer-Use"-Agenten in Produktionsumgebungen einsetzen, um datenintensive Aufgaben ohne traditionelle API-Beschränkungen zu bewältigen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69426956 |