Copilot+, Standard

Copilot+ Standard: Microsoft zwingt 40-TOPS-NPU in neue Windows-PCs

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 02:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft definiert mit Copilot+ neue Hardware-Mindestanforderungen für Windows-11-PCs. Steigende RAM-Preise und KI-Abos prägen die Entwicklung.

Microsofts KI-Offensive: Neue Hardware-Standards für Windows-PCs
Futuristischer Laptop-Bildschirm mit leuchtendem neuronalen Netzwerk, KI-Fähigkeiten symbolisierend, dezente Spiegelung des Copilot-Logos. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft macht ernst mit der KI-Offensive: Der Konzern führt mit Copilot+ eine neue Hardware-Kategorie ein, die künftige Windows-11-PCs erfüllen müssen.

Die Anforderungen sind ambitioniert. Für das begehrte Label müssen Geräte über eine Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) verfügen. Hinzu kommen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicherplatz als Untergrenze. Wer also einen neuen Laptop oder Desktop kauft, sollte genau hinschauen – nicht jedes Gerät wird den Copilot+-Standard erfüllen.

Neue System-Tools: Copilot schaut auf den eigenen Rechner

Seit Kurzem testet Microsoft in den USA eine Funktion namens PC Insights. Der Copilot-Assistent kann damit einen Systembericht erstellen und Daten zu CPU-, RAM- und GPU-Auslastung, Akkuzustand, Speicherplatz und BIOS-Informationen auslesen.

Doch die Sache hat einen Haken: Während Copilot dem Nutzer verraten kann, was den Rechner ausbremst, frisst der Assistent selbst bis zu einem Gigabyte RAM. Der Grund: Copilot läuft als Webanwendung und startet dafür eine eigene Instanz des Edge-Browsers. Aktuell kann das Tool nur analysieren – echte Reparaturen oder Optimierungen sind nicht möglich.

Ein weiteres Feature ist der Cloud Rebuild, den Microsoft im Juli 2026 testet. Damit lässt sich Windows 11 direkt aus der Cloud neu installieren – ohne USB-Stick. Das System formatiert die Festplatte und lädt das Betriebssystem sowie Treiber direkt von Windows Update.

Abo-Modelle und KI-Updates: Was kostet die Zukunft?

Microsoft setzt weiterhin auf ein abgestuftes Abo-Modell. Die grundlegende KI-Assistenz bleibt über Browser und Apps kostenlos. Wer aber die produktivitätssteigernden Funktionen nutzen will, muss zahlen: Privatkunden zahlen 9,99 Euro pro Monat, Familien 12,99 Euro.

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Ein wichtiges Update steht Ende Juli 2026 an. Während der aktuelle „Smart"-Modus auf GPT-5 basiert, plant Microsoft für Geschäftskunden ab dem 24. Juli 2026 den Umstieg auf GPT-5.6. Der Schritt folgt auf eine strategische Neuorganisation der Copilot-Teams, die für ein einheitlicheres Nutzererlebnis sorgen soll.

Hardware-Kosten steigen: DRAM-Preise ziehen an

Die steigenden Anforderungen an KI-fähige PCs haben Folgen für den Markt. Analysten der Bank of America sehen Südkorea als primäres Investitionsziel für KI-Infrastruktur – Grund sind die Speicherchip-Hersteller Samsung und SK hynix.

Für Windows-Nutzer bedeutet das: Aufrüsten wird teurer. Die Preise für DDR5-RAM sind im zweiten Quartal 2026 um zwölf Prozent gestiegen. Wer einen neuen Rechner plant, sollte die Kosten für 16 Gigabyte Arbeitsspeicher – die Mindestanforderung für Copilot+ – unbedingt einkalkulieren.

Smartphone-Integration und neue Sicherheitsfeatures

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Microsoft arbeitet zudem an einer engeren Verzahnung von Windows 11 mit Smartphones. Im Juli 2026 getestete Prototypen zeigen einen dedizierten Phone Companion im Startmenü, synchronisierte Zwischenablage und eine eigenständige Messaging-App.

Auf der Sicherheitsseite hat Microsoft ein neues KI-System namens MDASH (Multi-Model Agentic Scanning Harness) eingeführt. Es soll bei der Suche nach Sicherheitslücken in Windows helfen – und könnte die Zahl der monatlichen Sicherheitsupdates erhöhen. Für Unternehmen gab es zudem am 23. Juni 2026 ein Vorschau-Update (KB5095093), das Shell-Abstürze bei Autopilot-Konfigurationen behebt.

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