Copilot-Rollout, Microsoft

Copilot-Rollout: Microsoft pusht KI-Assistent auf Millionen Windows-PCs

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 22:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft verteilt Copilot automatisch auf Windows-Geräten, bündelt Apps und behebt Sicherheitslücke CoSnitch nach acht Monaten.

Microsoft erweitert Copilot-Verfügbarkeit auf Windows 10 und 11
Ein moderner Laptop auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat angekündigt, die Verfügbarkeit seines KI-Assistenten Copilot ab Ende August 2026 auf eine breitere Basis von Endgeräten auszudehnen. Das Unternehmen plant, die Software verstärkt auf nicht verwalteten Geräten mit den Betriebssystemen Windows 10 und Windows 11 zu implementieren.

Ein zentrales Merkmal dieser Ausrollung ist die automatische Anzeige des Copilot-Symbols nach einem Systemneustart, wobei die Installation ausdrücklich kein Microsoft-Konto oder eine Entra-ID erfordert.

Administrative Kontrolle und technische Konsolidierung

Trotz der automatisierten Verteilung behalten IT-Verantwortliche Steuerungsmöglichkeiten. Microsoft betonte, dass Administratoren die Installation über spezifische Richtlinien unterbinden können. Die Verfügbarkeit des Assistenten bleibt zudem regional begrenzt, und für den vollen Funktionsumfang ist in bestimmten Fällen weiterhin eine Lizenz für Microsoft 365 für Copilot notwendig.

Im Zuge dieser Neuerung führt der Konzern verschiedene Copilot-Anwendungen in einer einzigen App namens „Microsoft Copilot“ zusammen. Diese Konsolidierung umfasst auch eine Anpassung der Web-Infrastruktur.

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Während geschäftliche Anfragen künftig über die Adresse copilot.cloud.microsoft geleitet werden, bleibt für die persönliche Nutzung copilot.microsoft.com bestehen. Für einen reibungslosen Betrieb in Unternehmensnetzwerken müssen IT-Abteilungen bestimmte Endpunkte freigeben, darunter .cloud.microsoft sowie .static.microsoft und *.usercontent.microsoft.

Experten weisen darauf hin, dass eine Blockierung des Begriffs „copilot“ den Zugriff auf geschäftliche Dienste stören könnte. Zur Absicherung persönlicher Konten in Firmenumgebungen verweist das Unternehmen auf den Einsatz von Tenant Restrictions v2.

Anpassungen an Benutzeroberfläche und Hardware

Parallel zur erweiterten Verteilung nimmt Microsoft Änderungen am Interface von Windows 11 vor. Die Funktion „Ask Copilot“ in der Taskleiste, die einen Ersatz der herkömmlichen Windows-Suche durch die KI ermöglichte, wurde vorübergehend deaktiviert. Damit kehrt die Standard-Suchfunktion vorerst zurück; ein genauer Termin für eine erneute Bereitstellung der KI-gestützten Suche wurde nicht genannt.

Begleitet wird der Rollout im August von einem neuen, flacheren Design des Copilot-Symbols, das bereits in Vorabversionen von Microsoft Edge und Microsoft 365 aufgetaucht ist.

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Auch auf Hardware-Ebene reagiert das Unternehmen auf Nutzerfeedback. Da die im Jahr 2024 eingeführte dedizierte Copilot-Taste teilweise bestehende Arbeitsabläufe beeinträchtigte, soll im weiteren Verlauf des Jahres 2026 eine Neubelegung der Taste möglich sein. Über die Windows-Systemeinstellungen können Anwender die Taste dann wahlweise als rechte Strg-Taste oder für das Kontextmenü konfigurieren.

Behebung der Sicherheitslücke „CoSnitch“

Flankiert werden die Neuerungen durch den Abschluss von Sicherheitsmaßnahmen. Microsoft hat eine kritische Schwachstelle im persönlichen Copilot behoben, die unter der Bezeichnung „CoSnitch“ (CVE-2026-24301) geführt wurde. Diese Lücke hätte es Angreifern ermöglichen können, durch manipulierte Parameter Daten auszuleiten oder Schadcode persistent zu speichern.

Obwohl die Schwachstelle bereits zum Jahreswechsel 2025/2026 gemeldet und im Februar ein erster Teilschutz implementiert wurde, nahm die vollständige Schließung der Lücke fast acht Monate in Anspruch. Nach Angaben von Microsoft waren Unternehmenskunden nicht von diesem Problem betroffen. Da keine Hinweise auf eine praktische Ausnutzung der Schwachstelle vorliegen, seien für Endnutzer keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

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