Copilot Hybrid Intelligence: Microsoft nennt mehr als 120 GB RAM als Bedarf
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 18:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Ausführung von Microsofts Copilot Hybrid Intelligence unter Windows 11 erfordert Berichten zufolge erhebliche Hardware-Ressourcen. Für den lokalen Betrieb anspruchsvoller Modelle werden in aktuellen Berichten Arbeitsspeicherkapazitäten von mehr als 120 GB RAM genannt.
Microsoft hatte Anfang Oktober 2026 das Konzept der hybriden Intelligenz vorgestellt, das Aufgaben zwischen dem lokalen PC und der Cloud aufteilt, um lokale PC-Daten sowie lokale Modelle anstelle rein cloudbasierter Systeme einzusetzen.
Neues Modell MAI Code 1.1 Flash benötigt massiven Speicher
Am 7. Oktober 2026 stellte Microsoft das Modell MAI Code 1.1 Flash für die lokale Ausführung unter Windows vor. Bei dem Mixture-of-Experts-System handelt es sich um ein Modell mit insgesamt 137 Milliarden Parametern, wovon 6,8 Milliarden Parameter je Inferenz aktiv sind. Die quantisierten Gewichte des Modells belegen rund 53 GB Speicher.
Im Benchmark SWE-bench Verified erreichte die quantisierte Ausführung von MAI Code 1.1 Flash laut Microsoft 70,8 Prozent im Vergleich zu 72,6 Prozent ohne Quantisierung. Das Modell unterstützt ein Kontextfenster von bis zu 256K Token. Bei maximaler Ausnutzung dieses Kontextfensters beziffert eine Unternehmensauswertung den Spitzenbedarf auf rund 75,5 GB Speicher.
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Für die lokale Nutzung empfiehlt Microsoft Systeme mit mehr als 120 GB RAM. Ein experimenteller Zugang über die Entwicklungsumgebung Visual Studio Code war für Ende Oktober 2026 vorgesehen. In GitHub Copilot sorgt das Modell laut Unternehmensangaben für eine um 25 Prozent höhere Token-Geschwindigkeit bei gleichzeitig 25 Prozent weniger Tokenverbrauch bei bestimmten Aufgaben.
Spezialisierte Hardware und neue Plattformen
Um KI-Modelle mit über 120 Milliarden Parametern lokal auf Windows-Geräten zu betreiben, bietet Microsoft neue Hardwarekonfigurationen an. Für das Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark wurden Vorbestellungen gestartet, wobei die Auslieferung ab dem 16. Oktober 2026 erfolgen soll.
Die Plattform kombiniert bis zu 20 Grace-CPU-Kerne mit bis zu 6.144 Blackwell-GPU-Kernen, die gemeinsam auf bis zu 128 GB Speicher zugreifen können. Die theoretische Spitzenleistung im FP4-Format beziffert Microsoft auf bis zu 1 PFLOP.
Das Basismodell des Surface Laptop Ultra wird für 2.599 US-Dollar angeboten und verfügt laut TrendForce über 24 GB Speicher. Für eine Vollausstattung mit 20 CPU-Kernen, 128 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Speicherplatz werden 5.899 US-Dollar fällig, während einzelne RTX-Spark-Systeme bis zu 6.999 US-Dollar kosten können.
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Europäische Preise und unabhängige Tests stehen bislang noch aus. Neben Microsoft bieten auch Hersteller wie Dell, HP, Lenovo, Asus und MSI entsprechende RTX-Spark-Geräte an.
Standardanforderungen für Windows 11 und Copilot+
Die extremen Speicheranforderungen für Hybrid Intelligence stehen in deutlichem Kontrast zu den allgemeinen Vorgaben des Betriebssystems. Für Windows 11 nennt Microsoft weiterhin 4 GB RAM als Mindestanforderung, kündigte jedoch für Geräte mit mindestens 8 GB bis Ende 2026 weitere Optimierungen an.
Für Standard-Geräte der Kategorie Copilot+ PCs verlangt das Unternehmen eine NPU-Leistung von mindestens 40 TOPS sowie 16 GB RAM und 256 GB Speicherplatz. Systeme mit weniger als 16 GB erhalten keine entsprechende Zertifizierung.
Nach Unternehmensangaben machen Copilot+ PCs mittlerweile über 40 Prozent der für Unternehmen gebauten Laptops aus und verarbeiten monatlich mehr als 2 Billionen lokale KI-Inferenzen. Zur Absicherung lokaler KI-Agenten unter Windows 11 stellte Microsoft am 7. Oktober 2026 zudem die Microsoft Execution Containers allgemein bereit.
