Copilot Cowork und Grok: Microsoft und xAI revolutionieren PowerPoint
17.06.2026 - 12:27:46 | boerse-global.de
Die automatisierte Präsentationserstellung erlebt einen Durchbruch – gleich zwei Tech-Giganten bringen ihre KI-Tools für Powerpoint auf den Markt.
Innerhalb von nur zwei Tagen haben Microsoft und xAI ihre generativen KI-Assistenten für die Präsentationserstellung von der Testphase in den Regelbetrieb überführt. Die neuen Werkzeuge versprechen, das mühsame Erstellen von Folien drastisch zu vereinfachen – von der Recherche über das Layout bis zur Datenvisualisierung.
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Microsoft Copilot Cowork: Der KI-Teamkollege
Am 16. Juni startete Microsoft die weltweite Verfügbarkeit seines Tools Copilot Cowork. Der Konzern bezeichnet es nicht als Assistenten, sondern als „KI-Teamkollegen", der komplexe Aufgaben über die gesamte Microsoft-365-Suite hinweg erledigen kann – von Outlook über Teams bis hin zu Word, Excel und Powerpoint.
Die Zahlen sprechen für sich: Bereits in der dreimonatigen Testphase nutzten über 50 Prozent der Fortune-500-Unternehmen den Dienst. Für die Präsentationserstellung greift Cowork auf Daten aus verschiedenen Quellen zu und erstellt daraus umfassende Foliensätze.
Eine der größten Neuerungen betrifft das Abrechnungsmodell. Microsoft führt erstmals seit zwei Dekaden eine grundlegende Änderung seiner Preisstruktur ein: Nutzer zahlen künftig nach Verbrauch. Ein Copilot Credit kostet 0,01 Euro, wobei Administratoren Ausgabenlimits pro Mitarbeiter oder Team festlegen können.
Aktuell läuft das System auf Modellen von Anthropic – konkret Opus 4.8 und Sonnet 4.6. Die Frontier-Version nutzt zudem GPT 5.5. Microsoft kündigte bereits ein eigenes Modell namens „Cowork 1" an, das in naher Zukunft erscheinen soll.
xAI bringt Grok direkt in Powerpoint
Parallel dazu veröffentlichte Elon Musks Unternehmen xAI am 16. Juni das Grok for PowerPoint Add-in. Das Tool erstellt Folien direkt aus Textvorgaben und greift dabei auf Echtzeitdaten aus dem Web und der Plattform X zurück.
Das Add-in ist im Microsoft-365-Marktplatz verfügbar und verbindet sich mit externen Datenquellen wie SharePoint, Google Drive und E-Mail-Schnittstellen. Die Grundversion ist kostenlos, für erweiterte Funktionen sind kostenpflichtige Abos geplant.
Die Kernversprechen: Bis zu 50 Prozent weniger Zeit für die Präsentationsvorbereitung, native Bilderzeugung und Diagrammerstellung direkt in den Folien sowie die Anbindung spezialisierter Datenquellen über das Model Context Protocol (MCP).
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Spezialisierte Werkzeuge für die Tiefenrecherche
Doch nicht nur die großen Player mischen mit. Das japanische Startup Sakana AI launchte am 16. Juni seinen Forschungsagenten Marlin. Das Tool ist für strategische Tiefenanalysen konzipiert und erstellt innerhalb von acht Stunden Berichte von über 100 Seiten samt Führungskräfte-Präsentationen. Marlin nutzt eine Multi-LLM-Architektur und wird über ein Kreditsystem abgerechnet – ab etwa 98 Yen pro Credit, professionelle Tarife liegen bei 150.000 Yen monatlich.
Weitere Neuheiten im Überblick
Die Entwicklungswelle erfasst den gesamten Sektor:
- MagicSlides brachte am 15. Juni den PPT Enhancer auf den Markt, der bestehende Präsentationen automatisch in Layout, Typografie und Formatierung optimiert.
- Das Open-Source-Projekt PPT Master veröffentlichte Version 2.10.0 – das Python-Tool mit über 28.000 GitHub-Sternen generiert vollständig editierbare PPTX-Dateien inklusive Animationen und Sprechernotizen.
- Mastra AI führte Workflows ein, die Meeting-Notizen direkt in Briefing-Präsentationen umwandeln.
- Tellusant erweiterte seine PoluSim-Plattform bereits früher im Jahr mit StrategyAI, das Marktdaten und Prognosen präzise in Powerpoint-Folien überführt.
Der gemeinsame Trend: KI erzeugt zunehmend editierbare Elemente statt statischer Bilder. Professionelle Anwender behalten die Kontrolle über das Endergebnis, während die mühsamen Phasen der Recherche und des Grundlayouts automatisiert werden.
