Copilot Cowork startet: Microsofts autonome KI-Agenten arbeiten
19.06.2026 - 02:49:24 | boerse-global.de
Die Systeme gehen weit über einfache Chat-Funktionen hinaus und erledigen Aufgaben eigenständig.
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Geplante Aufgaben für ChatGPT
OpenAI führte für ChatGPT die Funktion „Scheduled Tasks“ ein. Nutzer programmieren einmalige oder wiederkehrende Aufgaben über eine zentrale Verwaltungsseite. Die KI führt sie in Intervallen von bis zu einer Stunde aus.
Die Funktionen umfassen die Überwachung von Webinhalten und App-Daten sowie automatisierte Benachrichtigungen bei Änderungen. Die Anzahl aktiver Tasks hängt vom Abonnement ab: Basisnutzer bekommen drei, Enterprise-Kunden bis zu 15 Aufgaben.
Microsofts Copilot Cowork startet
Am 16. Juni 2026 gab Microsoft den Dienst „Copilot Cowork“ für alle frei. Das System fungiert als Agent für Aufgabenautomation und greift auf verschiedene KI-Modelle zurück – darunter GPT-5.5 und Versionen der Claude-Serie von Anthropic. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert mit speziellen Verrechnungseinheiten.
Behörden setzen auf Open-Source-KI
Das Bundesdigitalministerium stellt die Open-Source-Software „SPARK Workflow“ bereit. Das Assistenzsystem hilft Behörden, Informationen zu filtern und Genehmigungsprozesse für Infrastrukturprojekte rechtlich vorzuprüfen. Die Initiative ist Teil des Deutschland-Stacks. Ziel: Halbierung der bisherigen Genehmigungszeiten.
Im Finanzsektor integrierte Sage neue KI-Funktionen in die Plattform Sage Intacct. Die Module automatisieren Buchhaltungsprozesse wie den Rechnungsabgleich und die Analyse von Zahlungsströmen. Laut Gartner sehen 88 Prozent der Finanzvorstände die Produktivitätssteigerung als höchste Priorität.
SAP berichtete für das erste Quartal 2026 von deutlichen Effizienzgewinnen durch KI in der Softwareentwicklung. Interne Auswertungen zeigen eine Zeitersparnis von rund 20 Prozent beim Codieren und 25 Prozent bei Testvorgängen.
Partnerschaften für die KI-Infrastruktur
T-Systems und SupplyOn kündigten am 18. Juni 2026 eine strategische Partnerschaft an. Ziel: KI-Anwendungen in europäischen Lieferketten etablieren. Die Lösung läuft in einem speziellen Rechenzentrum in München mit 10.000 NVIDIA-Blackwell-GPUs und einer Rechenleistung von 0,5 ExaFLOPS.
Mercedes-Benz nutzt die Plattform von Celonis, um Lieferzeiten zu prognostizieren und Engpässe im Aftersales-Bereich zu identifizieren. Auf der Fachkonferenz Celosphere stellte das Unternehmen zudem neue Orchestrierungswerkzeuge vor. Sie koordinieren verschiedene KI-Agenten innerhalb einer IT-Landschaft.
Mit der rasanten Verbreitung von KI-Systemen steigen auch die regulatorischen Anforderungen an Unternehmen in der EU massiv an. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden hilft Compliance-Verantwortlichen dabei, die neuen Pflichten und Risikoklassen der EU-KI-Verordnung (AI Act) rechtzeitig zu verstehen. Gratis-E-Book zur EU-KI-Verordnung sichern
Große Hürden bei der Umsetzung
Trotz der Fortschritte bleibt die Implementierung komplex. Eine McKinsey-Studie zeigt: Der Zugang zu KI-Technologien wächst jährlich um rund 50 Prozent, aber nur etwa ein Prozent der Organisationen erreicht einen hohen Reifegrad in der Anwendung.
Gartner prognostiziert eine Konsolidierung im Markt für agentische KI. Bis 2027 könnten mehr als 40 Prozent der Projekte eingestellt werden – wenn sie keinen klar messbaren geschäftlichen Nutzen bringen. Gleichzeitig zeigt eine Deloitte-Analyse: Immerhin ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat bereits mehr als 40 Prozent ihrer KI-Pilotprojekte in den regulären Betrieb überführt.
