Copilot, Cowork

Copilot Cowork: Microsoft startet KI-Agenten für komplexe Aufgaben

17.06.2026 - 01:28:32 | boerse-global.de

Microsofts neuer KI-Assistent Copilot Cowork ist ab sofort verfügbar und führt komplexe Aufgaben über mehrere Programme hinweg aus.

Microsoft Copilot Cowork: KI-Assistent startet für Unternehmen
Copilot - Close-up of a computer screen displaying a complex spreadsheet, with a subtle AI interface overlay. A hand is poised over a keyboard. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Lösung markiert einen Wendepunkt: Künstliche Intelligenz wird vom Chatbot zum aktiven Helfer, der komplexe Aufgaben über verschiedene Programme hinweg erledigt.

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Vom Befehlsempfänger zum eigenständigen Assistenten

Copilot Cowork ist ab dem 16. Juni 2026 allgemein verfügbar. Das System führt anspruchsvolle Arbeitsabläufe aus, die sich über mehrere Software-Tools erstrecken. Möglich macht das eine Integration von Anthropic-Modellen – ein speziell angepasstes „Cowork 1"-Modell soll in Kürze folgen.

Microsoft zufolge setzen bereits mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen auf Copilot-Funktionen. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über sogenannte Copilot Credits. Ein Modell, das sich am tatsächlichen Verbrauch orientiert – für viele Firmen ein kalkulierbarer Einstieg in die KI-gestützte Arbeitswelt.

Scout: Der unsichtbare Helfer im Hintergrund

Bereits Anfang Juni hatte Microsoft mit Scout einen weiteren KI-Agenten vorgestellt. Anders als Copilot Cowork arbeitet Scout proaktiv: Er erkennt selbstständig Aufgaben und entwirft Kommunikation in Teams und Outlook – ohne dass der Nutzer einen Befehl geben muss. Scout befindet sich derzeit in einer privaten Vorschauversion. Für Anfang 2027 ist die allgemeine Verfügbarkeit für Unternehmen geplant.

Wettbewerb schläft nicht: Google und ONLYOFFICE ziehen nach

Während Microsoft auf die Integration von Drittanbieter-KI setzt, geht Google einen anderen Weg. Seit April 2026 ist Google Workspace Intelligence allgemein verfügbar. Herzstück ist die Funktion „Fill with Gemini" in Sheets. Das System soll Dateneingaben neunmal schneller erledigen als die manuelle Variante. Nutzer können per Sprachbefehl Tabellen erstellen oder unstrukturierte Texte in übersichtliche Datenbanken verwandeln.

Auch der europäische Anbieter ONLYOFFICE mischt mit. Die aktuelle Version DocSpace 3.7 bindet gleich mehrere KI-Anbieter ein – darunter OpenAI, Google AI und xAI. Dokumente und Präsentationen lassen sich per Chat generieren, Formularantworten fließen direkt in externe Datenbanken.

Excel bekommt Textverständnis

Für Juli 2026 plant Microsoft ein Update für Excel, das eine Textzusammenfassung durch Copilot ermöglicht. Die Funktion analysiert Textspalten in der Web-, Windows- und macOS-Version und erstellt automatisch Kategorien und Schlagwörter – etwa für offene Umfrageantworten. Ein Schritt, der vor allem Marktforschern und Datenanalysten die Arbeit erleichtern dürfte.

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Datenkompetenz bleibt unverzichtbar

Trotz aller Automatisierung warnen Experten vor übertriebenen Erwartungen. KI mag Formeln schreiben und Daten bereinigen – doch das Verständnis für Datenstrukturen und die Fähigkeit, Ergebnisse zu prüfen, bleiben menschliche Kernkompetenzen.

Der Weiterbildungsmarkt reagiert auf diesen Spagat. Microsoft veranstaltet vom 15. Juni bis 7. August die Data Days 2026, ein virtuelles Training zu Fabric, Power BI und Zertifizierungen. Parallel dazu gibt es lokale Angebote wie einen Excel-Grundlagenkurs in Platteville am 23. Juni, der klassische Fertigkeiten wie Zellformatierung und Zeilenverwaltung vermittelt.

Für Einsteiger in die Datenanalyse gilt weiterhin der bewährte Weg: Excel-Grundlagen, fortgeschrittene Formeln wie XLOOKUP und SUMIFS, Pivot-Tabellen – dann Power Query, SQL und Python.

Dynamische Bereiche erleichtern die Arbeit

Auch technische Tricks vereinfachen den Alltag mit Tabellen. Immer mehr Nutzer setzen auf dynamische Bereiche, die den Doppelpunkt- mit dem Überlauf-Operator kombinieren. Das Ergebnis: Diagramme passen sich automatisch an, wenn neue Daten hinzukommen. Manuelle Bereichsanpassungen gehören damit der Vergangenheit an.

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