Copilot, Cowork

Copilot Cowork: Microsoft startet agentische KI in 365

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 16:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft startet Copilot Cowork, eine agentische KI für mehrstufige Arbeitsabläufe in Microsoft 365. Der Dienst rechnet nutzungsbasiert ab.

Microsoft Copilot Cowork: Agentische KI für komplexe Office-Aufgaben
Modernes Büro-Laptop mit KI-gesteuertem Aufgaben-Dashboard und professionellen Workflow-Visualisierungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Copilot Cowork soll komplexe Aufgaben in Microsoft 365 eigenständig erledigen.

Agentisches KI-Modell mit Spezialfähigkeiten

Microsoft hat am 23. Juli 2026 seine neue KI-Plattform Copilot Cowork weltweit eingeführt. Das System arbeitet als sogenannte agentische KI innerhalb von Microsoft 365 und übernimmt mehrstufige Arbeitsabläufe – von E-Mails über Dokumente bis hin zu Kalendereinträgen und Microsoft Teams. Anders als ein einfacher Chat-Assistent kann die Software eigenständig handeln.

Insgesamt 13 Spezialfähigkeiten machen Copilot Cowork zum digitalen Kollegen. Nutzer geben ein komplexes Ziel vor – etwa „Recherchiere das Thema, erstelle einen Bericht und plane ein Folgetreffen" – und die KI setzt den Auftrag über mehrere Anwendungen hinweg um. Die Plattform gehört zur dritten Entwicklungsstufe von Microsoft 365 Copilot.

Bereits am 22. Juli hatte Microsoft die Funktionen im Rahmen seines Frontier-Programms vorgestellt. Dabei betonte der Konzern, dass sensible Aktionen erst nach menschlicher Freigabe ausgeführt werden. Zudem kommt der Enterprise Data Protection-Standard zum Einsatz.

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Kostenkontrolle und Verwaltung

Unternehmen müssen den Dienst über das Microsoft-365-Admin-Center aktivieren. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über sogenannte Copilot Credits. Ein neues Cost-Management-Interface erlaubt es, die Ausgaben für KI-Agenten zu überwachen und zu begrenzen.

Ab dem 1. August 2026 dürfen Cloud Solution Provider 30-tägige Testversionen für bis zu 25 Nutzer anbieten. Außerdem soll noch im August ein dauerhafter Zugangspunkt für Copilot in der klassischen Outlook-Version für Windows integriert werden.

Wettbewerb um die Vorherrschaft bei KI-Agenten

Der Markt für autonome KI-Assistenten ist heiß umkämpft. Nur einen Tag vor Microsofts Launch brachte Anthropic eine „Record a Skill"-Funktion für seine Plattform Claude Cowork. Damit können Nutzer wiederkehrende Arbeitsabläufe aufzeichnen – inklusive Bildschirm, Sprache und Interaktionen. Das Feature steht Abonnenten der Stufen Pro, Max und Team zur Verfügung, die Preise liegen zwischen 20 und 125 US-Dollar pro Sitzplatz.

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Ebenfalls am 22. Juli startete OpenAI die Plattform Presence für Unternehmens-Sprach- und Chat-Agenten. Die Lösung befindet sich in einer begrenzten öffentlichen Phase und wird von OpenAI-Ingenieuren begleitet. Zu den ersten Kunden zählen BBVA für Sprachsupport in Mexiko, SoftBank in Japan und IAG für Katastrophenhilfe. OpenAI gibt an, dass die Technologie bereits 75 Prozent der eingehenden Anfragen im eigenen Support bearbeitet.

Weitere Anbieter drängen auf den Markt: Procore veröffentlichte am 22. Juli digitale Assistenten für Bauprojekte. Erste Anwender wie die Baufirma Haskell verkürzten die Prüfzeit für Unterlagen von einer Woche auf zehn Minuten. Motiv startete am selben Tag Opal, eine Plattform mit Zugang zu knapp 200 KI-Modellen und 3000 Schnittstellen für unternehmensweite Arbeitsabläufe.

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