Copilot Cowork: Microsoft automatisiert Teams-Aufgaben ab sofort
18.06.2026 - 16:23:51 | boerse-global.de
Microsoft bringt mit „Copilot Cowork" eine neue Ära der automatisierten Zusammenarbeit auf den Markt. Der Konzern will Teams-Nutzern damit lästige Routineaufgaben abnehmen.
Seit Mitte Juni ist Copilot Cowork als kostenpflichtiges Add-on für Microsoft 365 Copilot weltweit verfügbar. Nach einer dreimonatigen Testphase können Unternehmen nun auf eine KI setzen, die eigenständig komplexe Aufgaben erledigt – vom Verwalten von E-Mails über die Bearbeitung von Dokumenten bis hin zur Terminplanung.
Das Besondere: Die KI arbeitet in der Cloud und führt Aufträge auch dann aus, wenn der Rechner ausgeschaltet ist. Möglich macht das eine Kombination leistungsstarker Modelle, darunter Anthropics Opus 4.8 und Sonnet 4.6 sowie GPT 5.5.
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Kontrolle bleibt beim Menschen
Trotz der hohen Autonomie hat Microsoft Sicherheitsvorkehrungen eingebaut. IT-Administratoren können über rollenbasierte Zugriffskontrollen und Audit-Logs genau nachvollziehen, was die KI tut. Für kritische Schritte ist zudem ein „Human-in-the-Loop" vorgeschrieben – der Mensch muss also eingreifen.
Die Abrechnung erfolgt nach dem Pay-as-you-go-Prinzip, basierend auf der genutzten Rechenleistung. Voraussetzung ist eine bestehende Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Neue Partner-Plugins von Anbietern wie Miro, monday.com, LSEG, Harvey und Enosix erweitern die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.
Automatisierte Meeting-Einladungen
Parallel dazu bringen neue Tools die Meeting-Organisation auf ein neues Level. Der Dienst Let's Calendar startete am 18. Juni einen Automatisierungsservice, mit dem Nutzer personalisierte Einladungen an Hunderte Teilnehmer gleichzeitig verschicken können. RSVP-Tracking und Live-Updates sind inklusive.
Die Integrationsplattform Composio verbindet Microsoft Teams nun mit Claude Code. KI-Agenten können darüber Chats verwalten, Teams organisieren und Meetings erstellen – und das über eine Bibliothek von mehr als 20.000 unterstützten Tools.
Neue Funktionen für Präsenz und Räume
Microsoft hat zudem die Teams-Webversion aktualisiert. Seit dem 17. Juni rollt die „Device activity detection" aus, die Tastatur- und Mausaktivitäten auch dann erfasst, wenn der Teams-Tab nicht aktiv ist. Das soll genauere Präsenzstatus liefern – hat aber auch Datenschutzfragen aufgeworfen. Nutzer und Administratoren können die Funktion in den Einstellungen deaktivieren.
Auf der Fachmesse InfoComm 2026 präsentierten mehrere Hersteller neue Teams-kompatible Hardware:
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- 22Miles integrierte Microsoft Places in seine DX-Plattform und ermöglicht so 3D-Wegweiser und Echtzeit-Raumbuchung über digitale Kioske.
- Huddly stattet seine C1-Kamera mit erweiterten IntelliFrame-Funktionen aus, die Sprecher identifizieren und Interaktionen verfolgen.
- Neat stellte Neat Pulse MCP für KI-gestützte IT-Verwaltung vor sowie eine Beta-Version von Intelligent Framing für optimierte Kameraperspektiven.
Sicherheit im Blick
Mit der zunehmenden Automatisierung wachsen auch die Risiken. Sicherheitsforscher berichten seit dem 17. Juni, dass Ransomware-Akteure Microsoft-Teams-Relays nutzen, um schädlichen Datenverkehr zu verschleiern. Die neuen Audit-Logs und Governance-Protokolle von Copilot Cowork sollen hier Abhilfe schaffen – ein wichtiger Schritt in einer zunehmend automatisierten Arbeitswelt.
