Copilot-Ausfall, Microsoft

Copilot-Ausfall: Microsoft setzt KI-Dienst nach fehlerh. Update zurück

12.06.2026 - 07:13:26 | boerse-global.de

Ein fehlerhaftes Software-Update verursachte einen mehrstündigen Ausfall von Microsofts KI-Dienst Copilot. Das Unternehmen setzte den Dienst auf einen stabilen Vorgängerstand zurück.

Microsoft Copilot-Ausfall: Fehlerhaftes Update legt KI lahm
Copilot-Ausfall - A glowing, fragmented AI brain or neural network reassembling within a dark digital interface, symbolizing system recovery. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Unternehmen führte den Ausfall auf ein fehlerhaftes Software-Update zurück und leitete umgehend einen Rückbau ein.

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Fehlerhaftes Update legt KI-Plattform lahm

Die technischen Probleme traten am Nachmittag des 11. Juni auf. Gegen 22 Uhr deutscher Zeit verzeichneten Überwachungsdienste einen sprunghaften Anstieg der Nutzerbeschwerden. Laut Downdetector stieg die Zahl der Meldungen innerhalb von 45 Minuten von rund 250 auf knapp 1.900 – und erreichte kurz nach 23 Uhr mit über 4.500 Beschwerden ihren Höhepunkt.

Betroffen waren mehrere Zugangswege, darunter die eigenständige Copilot-Website und der Microsoft-365-Copilot-Chat. Nutzer berichteten von Lade- und Anmeldefehlern sowie von leeren Antworten des KI-Assistenten. Auch Entwickler meldeten Systemfehler in der Testumgebung für KI-Agenten.

Microsoft bestätigte, dass ein fehlerhaftes Update die Ursache war. Die Ingenieure setzten den Dienst auf einen stabilen Vorgängerstand zurück – ein Prozess, der rund 30 Minuten dauerte. Um 0:09 Uhr am Freitag meldete das Unternehmen die vollständige Behebung der Störung. Bereits am 1. Juni hatte Copilot für vier Stunden und 25 Minuten ausgefallen.

Infrastruktur-Ausbau und Sicherheits-Updates

Der Ausfall fällt in eine Phase intensiver Aktivität bei Microsofts KI-Sparte. Erst Anfang der Woche erweiterte der Konzern die Fähigkeiten von Windows 11: Rechner mit Nvidia-GeForce-RTX-30-Serien-GPUs oder neuer und mindestens 6 GB VRAM können nun lokale KI-Modelle wie Phi Silica für Textaufgaben ausführen – eine Funktion, die bislang den speziellen Copilot+-PCs vorbehalten war.

Parallel dazu hat Microsoft offenbar die interne Nutzung von Anthropics Claude Fable 5 eingeschränkt. Grund sind Bedenken wegen der Datenaufbewahrungsrichtlinien: Anthropic speichert Eingaben und Antworten 30 Tage lang, bei Sicherheitsverstößen bis zu zwei Jahre. Externen Kunden steht das Modell weiterhin über Azure AI Foundry und GitHub Copilot zur Verfügung.

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Im öffentlichen Sektor sicherte sich Microsoft kürzlich einen 120-Millionen-Pfund-Vertrag mit dem britischen Gesundheitsdienst NHS England. Rund 505.000 Mitarbeiter erhalten Zugang zu Copilot – nach einem Pilotprojekt mit 30.000 Beschäftigten, das durchschnittlich 43 Minuten Arbeitszeit pro Tag einsparte.

Rekord-Patchday und starke KI-Zahlen

Die technische Entwarnung folgt auf Microsofts bislang größtes Sicherheitsupdate. Am Juni-Patchday 2026 schloss der Konzern über 200 Schwachstellen, darunter eine kritische, sich selbst verbrepitelnde Lücke im TCP/IP-Stack sowie mehrere aktiv ausgenutzte Zero-Day-Exploits.

Die finanzielle Entwicklung untermauert den KI-Kurs: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte Microsofts KI-Geschäft eine annualisierte Umsatzrate von 37 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz stieg um 18,3 Prozent auf knapp 83 Milliarden Euro – bei Investitionsausgaben von rund 190 Milliarden Euro für das Kalenderjahr 2026.

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